Gewerkschaft warnt vor Personalabbau bei Schulwarten

8. Oktober 2014, 12:59
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Das Verwaltungspersonal an Schulen wird weniger - Ein neues Buch ruft nach mehr Aufmerksamkeit

Wien - Vor einem weiteren Abbau beim Verwaltungspersonal an Schulen warnt die Unterrichtsverwaltungs-Gewerkschaft. Schon derzeit würden gegenüber dem gültigen Beschäftigungsschlüssel mehr als 100 Planstellen an den Bundesschulen fehlen, so Gewerkschafts-Vorsitzender Johann Pauxberger (FCG). Bis 2018 sollen laut Budget-Vorgaben noch einmal mehrere hundert Stellen wegfallen.

Unter das Verwaltungspersonal an den Schulen fallen vor allem die Sekretariatskräfte und die Schulwarte. Er gehe aber davon aus, dass seine Gewerkschaft auch das von der Regierung versprochene Unterstützungspersonal wie Schulpsychologen, Sozialarbeiter und Psychagogen vertreten würde - "falls sie irgendwann einmal an die Schulen kommen". Praktisch ausgeblieben sei auch der versprochene Einsatz von überschüssigen Post-Bediensteten an den Schulen: "Es sind meines Wissens keine fünf Postler gekommen."

"Zur Hilfskraft degradiert"

Den Hauptanteil des fehlenden Personals machten Sekretariatskräfte aus, so Pauxberger anlässlich der Präsentation des auf einer Schulwarte-Befragung basierenden Buchs "Der vergessene Schulwart" (Herausgeberin: Rotraud A. Perner) am Mittwoch. Trotzdem solle man den Schulwarten als den Drehscheiben an Schulen mehr Aufmerksamkeit zuwenden. Diese würden zu wenig gewürdigt bzw. in der öffentlichen Wahrnehmung zur Hilfskraft degradiert.

Schulwarte mäßig belastet

Für die Studie wurden 28 niederösterreichische Schulwarte zum Thema "Stress und Gewalt an der Schule" befragt. Resultat: Ihr Beruf wird von den Schulwarten als mäßig stressbelastet eingestuft - als Belastung wird vor allem empfunden, wenn mehrere Tätigkeiten gleichzeitig ausgeführt werden sollen. Etwas mehr Stress vermuteten die Schulwarte bei den Lehrern. Das Thema "Gewalt an der Schule" hielten sie für eher unproblematisch, Probleme mit Eltern, Lehrern oder Schülern gibt es ihren Angaben zufolge kaum bzw. fühlen sie sich dafür nicht zuständig. (APA, 8.10.2014)

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