Wiener Börse schließt am Mittwoch erneut schwächer

8. Oktober 2014, 18:26
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IWF-Pessimismus belastet Europas Aktienmärkte - US-Berichtssaison beginnt - Agrana vor Quartalszahlen fester

Wien - Die Wiener Börse hat am Mittwoch nach klaren Vortagesverlusten abermals schwächer geschlossen. Der ATX fiel 24,11 Punkte oder 1,12 Prozent auf 2.123,18 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zehn Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.133 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,05 Prozent, DAX/Frankfurt -1,13 Prozent, FTSE/London -0,31 Prozent und CAC-40/Paris -1,04 Prozent.

Somit reihte sich die Wiener Börse nahtlos ins zur Wochenmitte durchgehend schwächere Handelsumfeld in Europa. Belastet hatte der bereits am Vortag publizierte, pessimistischere Ausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die globale Konjunkturentwicklung. Die Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft wurde für heuer um 0,4 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent und für 2015 leicht auf 3,8 Prozent gesenkt. Dass die Aktienmärkte, insbesondere die Wall Street, sich davon belastet zeigten, macht für einen Analysten der Schweizer UBS "keinen Sinn". Schließlich sei der IWF nicht für akkurate Prognosen bekannt.

Neben diesem wenig erbaulichen Ausblick richtet sich das Interesse der Investoren am Abend auf das Geschehen in den USA. Dort beginnt die Berichtssaison traditionellerweise mit den Zahlen des Alukonzerns Alcoa, zudem werden Sitzungsprotokolle der Notenbank Fed veröffentlicht.

In Wien setzten OMV ihren Abwärtstrend fort, die Papiere des Öl-und Gaskonzerns verloren 0,94 Prozent auf 25,41 Euro. Klar schwächer zeigten sich zudem Buwog (minus 1,60 Prozent), Immofinanz (minus 2,35 Prozent), Andritz (minus 1,14 Prozent) und voestalpine (minus 1,40 Prozent). Leicht erholt zeigten sich die Aktien des Kranherstellers Palfinger, die nach zwei Verlusttagen 0,16 Prozent auf 19,15 Euro zulegten.

Agrana gingen mit plus 0,92 Prozent bei 80,49 Euro aus dem Handel. Analysten erwarten für die am morgigen Donnerstag anstehenden Halbjahresergebnisse des Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzerns rückläufige Umsätze. Das Mittel der Schätzungen von Berenberg und Raiffeisen Centrobank für die Umsätze im ersten Halbjahr 2014/15 der Agrana liegt bei 1,328 Mrd. Euro.

Die Analysten der Credit Suisse haben unterdessen ihre Gewinnschätzungen für die Telekom Austria-Aktie angehoben. Nun erwarten sie beim Gewinn je Aktie 0,38 (zuvor: 0,32) Euro für 2014, sowie 0,40 (0,40) bzw. 0,53 (0,52) Euro für die beiden Folgejahre. Die Aktienbewertung "Outperform" sowie das Kursziel von 9,60 Euro blieben dabei unverändert. Telekom Austria notierten unverändert bei 7,14 Euro. (APA, 8.10.2014)

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