Metaller-KV: Industrie will mehrjährigen Abschluss

7. Oktober 2014, 19:44
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Arbeitgeber lehnen Freizeitoption ab

Wien - Die zweite Verhandlungsrunde für einen Lohnabschluss 2015 in der Maschinen- und Metallwarenindustrie ist erwartungsgemäß ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber haben einen mehrjährigen Abschluss gefordert, zuletzt hatte sich der Handel mit seinen rund 500.000 Beschäftigten auf einen Zweijahresabschluss geeinigt.

"Ein mehrjähriger Abschluss ist aus unserer Sicht ein wichtiger Schritt zu mehr Planungssicherheit für die Unternehmen. Derzeit wird zu wenig investiert. Langfristige Kostenklarheit würde Investitionsentscheidungen beschleunigen", so Fachverbands-Obmann Christian Knill.

Die von den Gewerkschaften geforderte Freizeitoption - also weniger Geld für mehr Freizeit - wird von den Arbeitgebern als "versteckte Arbeitszeitverkürzung" abgelehnt. "Der Vorschlag ist in Wahrheit eine dauerhafte Arbeitszeitverkürzung durch die Hintertür, die Unternehmen müssten in vielen Fällen zum Ausgleich der freien Tage zusätzliche Überstunden bezahlen", so Knill.

Die nächste Verhandlungsrunde für die rund 120.000 Beschäftigte der Maschinen- und Metallwarenindustrie findet am 14. Oktober statt. Im Vorjahr waren fünf Verhandlungsrunden notwendig. (APA, 7.10.2014)

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