NSA-Affäre: Google glaubt, "sicherster Ort für Daten" zu sein  

7. Oktober 2014, 13:58
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Google-Chairman Eric Schmidt widerspricht Kritikern, betont Verschlüsselung von Kundendaten

Einen direkten Draht zwischen Google und der NSA? "Den gab es nie, gibt es nicht und wird es nie geben" – zumindest laut Google-Chairman Eric Schmidt, der zurzeit im Zuge seiner Buchveröffentlichung durch diverse Medien tingelt. Im Interview mit dem kanadischen Sender CBC ging Schmidt nun näher auf Vorwurfe ein, die in letzter Zeit vor allem von Wikileaks-Gründer Julian Assange formuliert worden waren. Assange, der ebenfalls gerade ein Buch veröffentlicht hat, behauptet, Google habe dessen Dienste seit 2002 direkt an US-Geheimdienste verkauft.

Verschlüsselung

Das stimme laut Schmidts Darstellung ganz und gar nicht – im Gegenteil: Besonders in letzter Zeit habe sich Google als Vorkämpfer bei der Verschlüsselung von Daten hervorgetan. Tatsächlich beklagten sich US-Behörden vor Kurzem über die strikte Verschlüsselungsoffensive für das mobile Betriebssystem Android. "Ganz öffentlichkeitswirksam", wie Heise kommentiert.

Schock

Google sei seiner Überzeugung nach jedenfalls "der sicherste Ort für ihre Daten", so Schmidt weiter. Denn das Unternehmen sei über die Snowden-Enthüllung, dass der britische Geheimdienst die Datenkabel des Suchmaschinisten anzapfe, "schockiert und erschüttert" gewesen. Daher habe man viele Ressourcen auf digitale Selbstverteidigung verwendet. (fsc, derStandard.at, 7.10.2014)

  • Google-Chairman Eric Schmidt inszeniert sich als Vorkämpfer um Verschlüsselung
    foto: reuters/mcdermid

    Google-Chairman Eric Schmidt inszeniert sich als Vorkämpfer um Verschlüsselung

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