Ein FPÖ-Landesrat und die Islam-Hysterie

7. Oktober 2014, 13:16
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Einen Aufruf gegen Islamophobie zu unterzeichnen fände FPÖ-Landesrat Manfred Haimbuchner "nicht tragisch"

Mehr als 1700 Personen habe den "Offenen Brief gegen Hysterie im Umgang mit Muslimen" bisher unterschrieben – darunter mehrere Universitätsprofessorinnen und -professoren, ein früherer ÖVP-Nationalratspräsident und Vertreter christlicher Kirchen, doch nur ein Obmann einer Landespartei: Manfred Hainbuchner, FPÖ Oberösterreich, firmiert als 723. Unterzeichner der Liste.

"In seinem Bereich"

Ein Freiheitlicher als Kämpfer gegen Islamophobie? "Er war das nicht", sagt ein Sprecher Haimbuchners auf derStandard.at-Anfrage. Da habe sich wohl jemand einen Scherz erlaubt. Allerdings finde es der FP-Landesrat "nicht tragisch, und es ist auch nicht ehrenrührig", diesen Brief zu unterschreiben. Ob Haimbuchner also erwäge, den Aufruf doch noch höchstpersönlich zu unterstützen? "Kann ich mir nicht vorstellen", sagt sein Sprecher. Der Landesobmann werde vielmehr "in seinem eigenen Bereich einen besonnenen, nicht hysterischen Umgang pflegen".

Eine kurze Schlagwortsuche auf Haimbuchners Webseite zeigt: "Islam" wird hier gleichbedeutend mit Islamismus verwendet. Einer der 22 Artikel zum Thema trägt übrigens den Titel "Schickt sie einfach heim". (sterk, derStandard.at, 7.10.2014)

  • Platz 723: Nicht Manfred Haimbuchner.
    screenshot: derstandard.at

    Platz 723: Nicht Manfred Haimbuchner.

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