Australien: Früher in Wien lebender Mann soll seine Frau zerstückelt haben

7. Oktober 2014, 11:03
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Polizei fand Leichenteile noch in Kochtöpfen - Verdächtiger soll Selbstmord begangen haben

Brisbane/Wien - Ein früher in Wien lebender Mann soll in Australien seine Partnerin getötet, zerstückelt und gekocht haben. Medienberichten zufolge hatten Nachbarn am Sonntag die Polizei gerufen, weil übler Geruch aus der Wohnung des Paars in der Stadt Brisbane drang. In den Räumlichkeiten entdeckten die Polizisten Leichenteile, einige davon befanden sich in Müllsäcken, andere in Kochtöpfen. Die Hunde, die das Paar offenbar gehalten hatte, waren ebenfalls tot.

Die Polizei fand später auch die Leiche des Mannes. Der Verdächtige, der 28-jährige Koch Marcus V., war beim Eintreffen der Exekutive über die Terrasse der Erdgeschoßwohnung geflüchtet und beging vermutlich Selbstmord.

Anruf bei Elektriker

Das spätere Opfer wurde zuletzt am Donnerstagabend lebend gesehen. Am Samstag hatte V. bei einem Elektriker angerufen, um ein Problem mit seinem Herd zu melden. Auf einem "Ten Eyewitness News" vorliegenden Telefonmitschnitt sagt er, er koche Schweinefond.

Wie die Zeitung "Brisbane Courier-Mail" am Dienstag berichtete, stammte das Opfer aus Indonesien und arbeitete laut Eigenbeschreibung als transsexuelle "High Class"-Prostituierte. Laut Zeugenaussagen von Nachbarn soll es zwischen dem Paar häufiger zu Streit gekommen sein.

In der Vorwoche war V. mit einer Schnittverletzung in einem Krankenhaus behandelt worden, nach seiner Aussage hat ihm das spätere Opfer die Verletzung beigebracht. Wie einige Medien berichteten, soll sich V. öffentlich gegen häusliche Gewalt eingesetzt haben.

Nichts deutet auf Österreicher hin

Beim mutmaßlichen Täter könnte es sich laut Berichten australischer Medien um einen Österreicher handeln. news.com.au notiert, dass der Mann aus der Stadt Ballarat im australischen Bundesstaat Victoria stammte und Wien als letzten Wohnort angegeben hatte.

Das österreichische Außenministerium konnte vorerst weder die Berichte noch die Nationalität des Mannes bestätigen. Es deute aber nichts darauf hin, dass es sich um einen Österreicher handelt, sagte Außenamtssprecher Martin Weiss. Die Behörden wären umgehend darüber informiert worden, falls ein heimischer Staatsbürger in die Tat involviert gewesen wäre. (APA/red, derStandard.at, 7.10.2014)

  • Die Polizei beim Abtransport der Leichenteile.
    foto: apa/epa/dan peled

    Die Polizei beim Abtransport der Leichenteile.

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