Schweizer Designer will Apple Watch für 83.000 Euro anbieten

7. Oktober 2014, 10:31
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Yvan Arpa plant Gehäuse aus Gold und mit Diamantverzierungen - Fertigung in Genf

Mit der "Watch" will Apple sich nicht nur ins Wearable-Segment vorwagen, sondern auch in der Modeszene Fuß fassen. Im Vorfeld der Enthüllung des tragbaren Helfers gab es leichte Friktionen mit der traditionsreichen Schweizer Uhrenbranche. Apple-Designer Jony Ive sah die "Schweiz in Schwierigkeiten", zitierte die New York Times. Swatch-Chef Nick Hayek und auch der Präsident des Schweizer Uhrenverbandes gaben sich wiederum demonstrativ gelassen.

Luxuriöser Kompromiss

Eine Kompromisslösung entwickelt der Designer Yvan Arpa, wie A Blog to Watch berichtet. Er will die Apple-Smartwatch in einzelgefertigten Luxusausführungen anbieten, die zwischen 10.000 und 100.000 Franken (derzeit etwa rund 83.000 Euro) kosten sollen.

Dabei ist zu beachten, dass die Uhr erst Anfang des kommenden Jahres verfügbar wird. Das hat Arpa allerdings noch davon abgehalten, auf Basis des bisher Gezeigten bereits detaillierte 3D.Modelle der geplanten Modifikationen anzufertigen. Arpa ist Inhaber von zwei Marken (ArtyA, Spero Lucem) und betreibt eine Uhrmanufaktur in Genf, wo die Modifikationen schließlich umgesetzt werden sollen.

Goldgehäuse, Diamantverzierung

Eine Variante der Luxus-Watch soll etwa ein goldenes Gehäuse aufweisen und mit flachen Diamanten verziert werden. Auch das für die Navigation genutzte Drehrad soll mit einer Goldversion ersetzt werden. Alternativ kann auch zu Silber gegriffen werden. "PineApple" nennt Arpa dieses Design, dessen finalen Verkaufspreis er auf rund 51.000 Euro schätzt.

Eigener Geschäftszweig

Die Transformation von handelsüblichen Gadgets und Mobilgeräten zu teuren Luxusausführungen ist freilich schon länger ein Geschäftsmodell. So wurden auch schon Edelmetall-verzierte iPhones für mehr als 100.000 Euro produziert und auch von Samsungs neuen Note 4-Smartphones gibt es Kristall-gespickte Varianten. Mit Vertu hat sich ein Telefonhersteller sogar vollständig auf Premium-Smartphones für finanzkräftigere Kundschaft spezialisiert. (gpi, derStandard.at, 07.10.2014)

  • Das in Gold und Silber geplante Modell, das wohl den Namen "PineApple" tragen wird, soll künftig rund 51.000 Euro kosten.
    foto: yvan arpa

    Das in Gold und Silber geplante Modell, das wohl den Namen "PineApple" tragen wird, soll künftig rund 51.000 Euro kosten.

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    foto: yvan arpa
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