Nächtlicher Lokführer-Streik trifft deutsche Großstädte 

7. Oktober 2014, 21:46
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Die Lokführer fordern fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit, Verhandlungen darüber scheiterten jedoch

Frankfurt am Main - Der Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL hat bereits kurz nach seinem Beginn in mehreren deutschen Großstädten zu Störungen im Bahnverkehr geführt. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn erklärte am Dienstagabend, nach ersten, unvollständigen Berichten seien Berlin, Hamburg und München betroffen.

Eine GDL-Sprecherin bestätigte den Beginn der Streiks, der von 21.00 Uhr bis 06.00 Uhr dauern soll. Eine Bilanz werde man am Vormittag vorlegen. Die Bahn hat vor allem für Mittwoch vor Behinderungen gewarnt. Kunden könnten ihre Tickets bei Ausfällen erstatten lassen.

Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn

Die GDL verlangt im Tarifkonflikt unter anderem fünf Prozent mehr Lohn, die Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 37 von 39 Stunden sowie bessere Schichtpläne. Die Bahn-Führung schlug zuletzt vor, den Konflikt solange auszusetzen, bis das von der Regierung angekündigte Gesetz zur Regelung der Kompetenzen von Sparten- und Großgewerkschaften vorliegt. In der Zwischenzeit sollten die Lokführer zwei Prozent mehr Lohn erhalten. Dies hat die GDL abgelehnt.

Seitens der ÖBB wurden für heimische Zugreisende eher geringe Auswirkungen des Streiks erwartet. Aktuelle Informationen sind auf www.oebb.at zu finden oder unter der Telefonnummer 05/1717 zu erfragen. Zudem weisen die ÖBB darauf hin, dass sich Reisende auch unter www.bahn.de/aktuell informieren können. (APA, 7.10.2014)

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