ÖVP will Bauwesen in Wien neu strukturieren 

7. Oktober 2014, 10:10
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Verzögerungen, Fehlplanungen und Kostenüberschreitungen - Geht es nach der ÖVP sollen Großbaustellen der Stadt Wien künftig professioneller ablaufen

Wien - Um den Grund für wiederkehrende Fehler auf Großbaustellen festzustellen, hat der Stadtrechnungshof den Um- und Ausbau der Albert-Schultz-Halle geprüft. Das Eissportzentrum im 22. Bezirk ist laut der ÖVP Wien das jüngste Beispiel in einer Reihe von Fehlplanungen.

Aus dem Bericht geht unter anderem hervor, dass die Planung schon bei Baubeginn nicht ausgereift war, die Kosten nicht optimal auf die Erfordernisse abgestimmt und zu niedrig angesetzt waren und, dass vergaberechtliche Bestimmungen nicht eingehalten wurden. Außerdem herrschten, so steht es im Bericht des Rechnungshofs, grobe Defizite bei der begleitenden Projektkontrolle.

Ähnliche Mängel ließen sich laut der ÖVP-Abgeordneten Isabella Leeb auch bei der Sanierung der Zentralfeuerwache und des Stadthallenbades feststellen.

Die bestehenden Probleme rühren laut Leeb daher, dass es in Wien kein professionelles und einheitliches Baumanagement gibt. Es seien auch oft "keine Profis" am Werk, denn die Projekte fallen in die Zuständigkeit der jeweiligen Abteilungen. So ist für die Albert-Schultz-Halle zum Beispiel das Sportamt (MA 51) zuständig. Die MA 51 ist gegenüber derStandard.at während des laufenden Verfahrens zu keiner Stellungnahmen bereit.

Optimierung der Grundlagenerhebung

Da es sich bei diesen Problemen um keine Einzelfälle handelt, möchte die ÖVP das Bauwesen in Wien in Zukunft besser strukturieren und auch überwachen lassen. So solle es ein professionelleres und einheitliches Baustellenmanagement für die Stadt geben. Laut Leeb sollen dann alle Baustellen von der Stadtbaudirektion überwacht und gemeinsam mit den betroffenen Ressorts umgesetzt werden. Zusätzlich soll die Grundlagenerhebung, zu der Terminplanung, Kostenschätzung und externe Kontrolle zählen, optimiert werden. (ah, derStandard, 7.10.2014)

  • Die Albert-Schultz-Halle wird von der ÖVP als Paradebeispiel für zahlreiche Fehlplanungen bei Großbaustellen in Wien gesehen.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Die Albert-Schultz-Halle wird von der ÖVP als Paradebeispiel für zahlreiche Fehlplanungen bei Großbaustellen in Wien gesehen.

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