Nach Werbestopp: Intel stellt sich nicht auf Seite von #GamerGate

8. Oktober 2014, 09:26
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Chiphersteller veröffentlicht Stellungnahme und bekräftigt Diversität und Gleichberechtigung

Vergangene Woche hat Intel infolge einer gegen eine Autorin der Videospielseite Gamasutra gerichteten GamerGate-Kampagne die Werbeschaltungen auf dem Portal eingestellt. Ein Vorgehen, das für Aufregung sorgte und dem Chiphersteller den Vorwurf einbrachte, sich mit der umstrittenen Bewegung zu identifizieren. Dem begegnet der Konzern nun mit einer öffentlichen Stellungnahme, die von The Verge aufgegriffen wurde.

Die Games-Redakteurin Leigh Alexander hatte zuvor oft Kritik an der Behandlung und Rolle von Frauen in Videospielen und der Spielebranche an sich geübt und im Zuge dessen auch kontroverse Nachrichten auf Twitter veröffentlicht. GamerGate-Aktivisten hatten daraufhin beschlossen, Druck auf Werbepartner von Gamasutra auszuüben.

"Intel unterstützt keine Bewegung, die Frauen diskriminiert"

"Wir haben erkannt, dass unser Handeln den Eindruck erweckt hat, dass wir uns in dieser zunehmend verbittert geführten Debatte innerhalb der Gamer-Community auf eine Seite schlagen würden", heißt es nun von Intel. "Das war nicht unsere Absicht und ist auch nicht der Fall. Wenn es um Gleichberechtigung geht, ist Intel der Ansicht, dass Männer und Frauen gleich behandelt werden sollten."

Diversität ist ein integraler Bestandteil der eigenen Konzernstrategie, so der Text weiter. Man respektiere natürlich das Recht jedes Einzelnen auf Meinungsäußerung. Doch: "Intel unterstützt keine Organisation oder Bewegung, die Frauen diskriminiert." Ob das Unternehmen plant, wieder auf Gamasutra zu werben, ist nicht bekannt. (gpi, derStandard.at, 08.10.2014)

  • Intel distanziert sich vom Vorwurf der Parteilichkeit.
    foto: reuters

    Intel distanziert sich vom Vorwurf der Parteilichkeit.

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