Analystenstimmen vom 6.10.

6. Oktober 2014, 13:36
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Goldman Sachs zu Erste Group und RBI

Wien - Die Wertpapierexperten der US-Investmentbank Goldman Sachs haben im Rahmen einer Analyse zu Banken mit Osteuropa-Engagement das Kursziel für die heimische Erste Group von 24 auf 23 Euro gesenkt und im Gegensatz ihre Kaufempfehlung von "Neutral" auf "Buy" angehoben.

Die Experten von Goldman Sachs sehen in der Erste Group ein strukturiert gefestigtes Unternehmen, welches von einer möglichen Makroerholung in Osteuropa und Europa profitieren würde. Die Belastungen durch die Russland-Ukraine-Krise seien vernachlässigbar, meinen die Analysten. Hingegen gebe es Verbesserungen in den Einheiten in Ungarn und auch Rumänien. Nach einigen Gewinnwarnung zu Beginn diesen Jahres der Erste Group, würden die vorsichtigen Erwartungen nun im derzeitigen Aktienpreis widergespiegelt sein, resümieren die Experten.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Goldman Sachs-Analysten bei der Erste Group 1,03 (1,08) Euro für 2014, sowie 1,66 (1,92) bzw. 2,98 (3,31) Euro für die beiden Folgejahre. Für das Geschäftsjahr 2014 wird weiterhin keine Dividende erwartet. 2015 soll sie hingegen bei 0,40 (0,60) bzw. dann 2016 bei 1,20 (1,35) Euro je Aktie liegen.


Goldman Sachs zu RBI

Die Wertpapierexperten von Goldman Sachs haben das Kurziel für die heimische Raiffeisen Bank International (RBI) von 24,00 auf 20,00 Euro gesenkt. Die Analysten belassen das Anlagevotum unterdessen auf "Neutral".

Die Experten der US-amerikanischen Bank reagieren auf den veränderten Ausblick von RBI. Die Bank rechnet heuer mit einem Verlust von 50 bis 500 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2014.

Grund dafür ist nicht nur die gedämpfte Wachstumsperspektive in Russland und die Unsicherheit in der Ukraine, sondern auch weitere Verluste in Ungarn und Verzögerungen bei der Umstrukturierung der polnischen Einheit, erklären die Experten von Goldman Sachs. Auch langfristig zeichnen die Analystenein vorsichtiges Stimmungsbild. Die Bank senkte für die Jahre von 2016 bis 2018 hier Gewinnschätzungen jeweils um 15 Prozent, fünf Prozent und vier Prozent. Das Management von RBI plane Ressourcen abseits von Russland umzuschichten.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Goldman-Sachs-Analysten nun 1,40 Euro für 2014, sowie 2,79 Euro bzw. 4,00 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,00 Euro für 2014, sowie 0,90 bzw. 1,80 Euro für 2015 bzw. 2016.(APA, 6.10.2014)

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