Teenager gibt 37.000 Euro für In-App-Käufe aus

6. Oktober 2014, 13:30
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Junger Belgier investierte Geld in Premiumwährung für "Game of War: Fire Age"

Eine Überraschung der unangenehmen Art hat ein belgischer Jugendlicher seinen Eltern in Form einer Kreditkartenrechnung beschert. Diese beläuft sich auf Ausgaben von insgesamt über 37.000 Euro im iTunes-Store.

Wie Macnn unter Berufung auf die Zeitung Het Nieuwsblad berichtet, spielte der Junge bevorzugt "Game of War: Fire Age". Dabei handelt es sich um ein Free2Play-Game für Android und iOS, dessen Hersteller Einnahmen durch Mikrotransaktionen generiert.

37.000 Euro für Ausbau von virtuellem Imperium

Da auf dem Spielgerät noch die Kreditkartendaten des Vaters hinterlegt waren, die einige Zeit zuvor für den Kauf von E-Books verwendet worden waren, konnte der Teenager Echtgeld in Premiumwährung stecken, mithilfe derer er sein virtuelles Reich schneller ausbauen konnte. Diese Möglichkeit wird in dem kostenlos herunterladbaren Spiel offensiv beworben. Auch eine Art Ingame-Casino existiert.

Die Einkaufstour könnte aber bereits eine Weile zurückliegen, da Apple mittlerweile Mechanismen eingeführt hat, mit denen solche Vorfälle verhindert werden sollen – darunter strengere Maßnahmen zur Bestätigung von Transaktionen. Ob die Eltern des Jungen versucht haben, eine Rückerstattung zu erwirken, bleibt offen.

Behördenkritik an Free2Play

Die belgische Glücksspiel-Kommission hat in der Vergangenheit bereits Kritik an Free2Play-Spielen geäußert, in den USA hat Apple in ähnlichen Fällen nach einem Spruch der FCC bereits Rückerstattungen geleistet. (gpi, derStandard.at, 06.10.2014)

  • Das Kalkül des Herstellers - hier zu sehen auf einem Sujet aus dem App Store - ist in diesem Fall offenbar aufgegangen.
    foto: game of war

    Das Kalkül des Herstellers - hier zu sehen auf einem Sujet aus dem App Store - ist in diesem Fall offenbar aufgegangen.

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