Flex-Konkurs: Finanzielle Situation wird geprüft

6. Oktober 2014, 13:04
63 Postings

Betreiber könnte Antrag auf Aufhebung des Verfahrens stellen - Masseverwalter muss vorher noch einiges klären

Wien - Im Konkursverfahren gegen das Wiener Szenelokal "Flex" am Donaukanal versucht Masseverwalter Michael Lesigang gerade zu klären, ob ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten vorliegen oder ob Betreiber Thomas Eller "nur" vergessen hat, einige Rechnungen zu begleichen. Die Anmeldefrist für das Verfahren läuft bis 17. November. Bis dahin wird festgestellt, welche Forderungen vorliegen.

Erst danach könne ein Antrag auf Aufhebung des laufenden Insolvenzverfahrens gestellt werden, sagte Lesigang am Montag. Voraussetzung sei, dass alle Gläubiger zustimmen. Wer die Gläubiger im Verfahren sind, sagte der Masseverwalter nicht. Dem Vernehmen nach handelt es sich neben der Wiener Gebietskrankenkasse um das Finanzamt.

Der Konkursantrag soll von der Gebietskrankenkasse eingebracht worden sein. Das Handelsgericht Wien habe dann die Insolvenzvoraussetzung geprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass diese gegeben sei, so Lesigang. Auch wenn die Gebietskrankenkassa-Rechnung inzwischen bezahlt worden sein soll, wird das Verfahren weitergeführt.

"Flex"-Chef Eller will mittlerweile nichts mehr zu der Angelegenheit sagen. "Ich muss das jetzt selber recherchieren", sagte er am Montag.

Wie das Lokal wirtschaftlich dasteht, ist nicht bekannt. "Ich habe noch keine Unterlagen", so der Masseverwalter. (APA, 6.10.2014)

Share if you care.