Apple verlangt von Musikbranche günstigere Preise für Streaming

6. Oktober 2014, 10:27
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Neuauflage des von Apple gekauften Beats-Services soll weit weniger als 10 Dollar kosten

Apple macht ein bisschen auf Amazon: Der IT-Konzern verlangt von Musikverlagen bessere Konditionen bei Musiklizenzen, um im Gegenzug seinen Beats-Streamingservice günstiger anbieten zu können. So hält Apple laut re:code den derzeit bei Streaming-Diensten gängigen Preis von 10 Dollar monatlich für "zu hoch", in Cupertino will man "eine neue Preisstruktur" für den Markt etablieren.

Gerüchte über Beats-Schließung

Wenn (und falls) die Verhandlungen mit den Musikverlagen abgeschlossen sind, soll Apple dann eine neue Version des Beats-Streamingdienstes anbieten. Apple hatte Beats, das auch Kopfhörer produziert, vor einigen Monaten für drei Milliarden Dollar erworben. Zuletzt hatten Gerüchte die Runde gemacht, denen zufolge Apple den Beats-Service eigentlich schließen wollte. Das war aber offiziell dementiert worden.

Ringen um richtigen Abopreis

In der Streamingbranche hat sich der Preis von 10 Dollar monatlich mittlerweile etabliert; etwa bei Spotify oder Rhapsody, auch ein Beats-Abo kostet momentan soviel. Die Musikverlage hatten diesem Preis anfangs zögerlich zugestimmt, sie befürchteten, dass Mehreinnahmen durch Streaming einen etwaigen Rückgang bei Einzelkäufen nicht kompensieren können.

Gleichzeitig glauben viele Analysten, dass weitaus mehr Menschen bei günstigeren Angeboten einen Streaming-Dienst abonnieren würden. Denn vor der Digitalisierung hatten nur wenige Menschen mehr als 10 Dollar pro Monat für CDs ausgegeben. (fsc, derStandard.at, 6.10.2014)

  • Beats: Nicht nur Kopfhörer, sondern auch ein Streamingdienst. Den will Apple jetzt günstiger anbieten.
    foto: reuters/stapleton

    Beats: Nicht nur Kopfhörer, sondern auch ein Streamingdienst. Den will Apple jetzt günstiger anbieten.

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