Wenn Bilder laufen können

6. Oktober 2014, 09:10
1 Posting

Mittels "Photicular-Bilder" sieht man Tiere in Bewegung

Selten, dass ein Buch derartiges Erstaunen auslöst. Jeder, der es in Händen hat, beginnt automatisch die einzelnen Seiten rauf und runter zu bewegen. Warum? Weil dann aus unscharf wirkenden Bildern kleine Filme werden. Dan Kainen und Carol Kaufmann haben dank einer neuen Technik sogenannte "Photicular-Bilder" gemacht. "Safari" heißt der Band und zeigt die klassischen Tiere Afrikas - aber eben nicht so, wie man es in einem Buch erwartet. Die Löwin scheint auf einen zuzulaufen. Der Gorilla kann beim Essen beobachtet werden. Der Elefant wackelt tatsächlich mit den Ohren.

"All jenen, die selbst keine Safari unternehmen können, bietet das Buch Gelegenheit, Tiere Afrikas in Bewegung zu erleben", schreibt Kainen in seinem Vorwort. Kinder ab dem vierten Lebensjahr sind eingeladen, zu blättern und zu staunen.

Jedes Tier wird dann auf der gegenüberliegenden Seite erklärt - eine Art Steckbrief informiert zusätzlich über Größe, Lebensraum und Ernährung. Heutzutage gehört leider auch der Begriff "Status" dazu, also eine Erklärung, ob das beschriebene Tier aktuell vom Aussterben bedroht ist oder nicht.

"Mein Großvater war Erfinder, mein Vater war Künstler, und ich wollte als Junge Zauberer werden", erzählt Kainen. Ein bisschen hat er sich mit seinem Buch diesen Kindertraum erfüllt. Ein zweiter Band ist schon auf dem Weg. (Peter Mayr, DER STANDARD, 4.10.2014)

Dan Kainen, Carol Kaufmann
"Safari"
32 Seiten/€ 35,70
Sauerländer Verlag 2014

Share if you care.