Klarer Sieg für Bürgermeister von Ljubljana 

5. Oktober 2014, 21:03
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Exit Polls: Zoran Jankovic gewann auch dritte Amtszeit mit Erdrutschsieg - Offizielle Ergebnisse später am Abend

Ljubljana - In Slowenien haben am Sonntag landesweite Lokalwahlen stattgefunden. In allen 212 Gemeinden, darunter elf Städten, wurden neue Räte und Bürgermeister gewählt. In der Hauptstadt Ljubljana fuhr Bürgermeister Zoran Jankovic laut Exit Polls erneut einen Erdrutschsieg ein.

Jankovic, der seit 2006 fast ununterbrochen die Hauptstadt regiert, wurde mit 63,8 Prozent im Amt bestätigt worden, berichteten slowenische Fernsehsender. Jankovic haben weder die Korruptionsvorwürfe noch die Tatsache geschadet, dass seine Bestrebungen, wieder an die Spitze der Regierungspartei Positives Slowenien zurückzukehren, im Frühjahr die Regierung von Ex-Ministerpräsidentin Alenka Bratusek stürzten. Einen klaren Sieg für Jankovic, der keinen starken Gegenkandidat hatte, deuteten bereits frühere Meinungsumfragen an.

Auch seine Liste sollte laut Exit Polls weiterhin die Mehrheit im Stadtrat (49,1 Prozent) haben. Für Jankovic sei das Resultat eine Bestätigung, dass gute Arbeit belohnt werde und dass die Bürger in seine Projekte glauben. "Ich bin dankbar den Bürgern von Ljubljana für ihr Vertrauen", sagte Jankovic am Wahlabend.

Stichwahl in Maribor

In der zweitgrößten Stadt Maribor wird der Bürgermeister erwartungsgemäß erst in der zweiten Runde gewählt. In die Stichwahl, die voraussichtlich in zwei Wochen stattfinden wird, ziehen laut Exit Polls Bürgermeister Andrej Fistravec (42,5 Prozent) und der gestürzte Ex-Bürgermeister Franc Kangler (18,4 Prozent). Der unter Korruptionsverdacht stehende Kangler, der Ende 2012 in Folge von Massenprotesten zum Rücktritt gezwungen wurde, versucht ein Comeback, nachdem seine Korruptionsverurteilung vom obersten Gerichtshof aufgehoben und der Fall zur neuen Verhandlung an das Erstgericht zurückgewiesen wurde.

Auch in der Hafenstadt Koper wurde der langjährige Bürgermeister Boris Popovic laut Exit Polls mit 53,2 Prozent wiedergewählt. In der Küstenstadt Piran wird Sloweniens erster schwarzer Bürgermeister Peter Bossman (46,8 Prozent) in die Stichwahl mit Sebastjan Jeretic (34,8 Prozent), einem Mitarbeiter des Bürgermeisters von Koper, in die Stichwahl ziehen müssen.

Vorläufige offizielle Ergebnisse werden erst später am Abend bekannt. In jenen Gemeinden, in denen kein Bürgermeisterkandidat auf Anhieb die absolute Mehrheit erreicht, findet voraussichtlich zwei Wochen später eine Stichwahl zwischen den beiden stärksten Bewerbern statt. (APA, 5.10.2014)

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