Fischer befürchtet schlechte Saison

4. Oktober 2014, 12:46
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Der traditionsreiche Skihersteller will mit erweiterter Produktpalette gegensteuern

Ried im Innkreis - Der oberösterreichische Skierzeuger Fischer befürchtet heuer einen Umsatzrückgang um 8 bis 9 Prozent. Im vergangenen Geschäftsjahr (per 28. Februar) hatte das Traditionsunternehmen noch ein Plus von 3 Prozent auf 186 Mio. Euro erzielen können. Gegensteuern will man mit einer größeren Produktpalette, vor allem mit Schuhen, wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" am Samstag berichteten.

"Der alpine Skisport ist nicht im Wachsen. Dazu kommt die Klimaerwärmung als langfristiges Problem", sieht Geschäftsführer Franz Föttinger schwierige Zeiten kommen. Dennoch ist er optimistisch und ortet in den kommenden Jahren noch gute Chancen für sein Unternehmen am Markt: "Wir fokussieren uns auf unsere Kernkompetenz, erweitern aber die Produktpalette weg vom Ski." Er versteht sich als Gesamtanbieter für Ski, Bindungen, Stöcke und - vor allem - Schuhe. Nordische und Alpin-Skischuhe machen bereits ein Drittel des Umsatzes aus und würden zudem mehr Ertrag abwerfen.

Erste Erfolge in den USA und in Frankreich

Verantwortlich für den Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres war der Marktaufbau in den USA und in Frankreich. Diese Investitionen würden bereits erste Erfolge zeigen, so Föttinger. Für die Saison 2014/15 erwartet er aber einen Rückgang der Erlöse: Ein schwacher Winter wie der letzte mache sich üblicherweise erst in der darauffolgenden Saison in den Büchern bemerkbar. Die Vorbestellungen seien heuer schwach gewesen, berichtete Föttinger. Er hofft, dass es zumindest heuer mehr Schnee gibt: "Unser Geschäft entscheidet sich in den letzten Wochen des Geschäftsjahres."

Am Standort in Ried, wo 460 Mitarbeiter beschäftigt sind, glaubt Föttinger die Schwankungen mit flexiblen Zeitmodellen abfangen zu können. In der Ukraine ist der Belegschaftsstand von aktuell 1.200 Personen aber rückläufig. Man spüre weniger den Krieg als die Entwertung des Rubels, die die Ware für russische Kunden verteuere, heißt es in dem Artikel. (APA, 04.10.2014)

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