Infrastruktur-Offensive beim SCR Altach

3. Oktober 2014, 17:17
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Cashpoint-Arena erwartet Überdachung und Rasenheizung - Sportlich wird Etablierung in der Bundesliga angestrebt

Wien - Die Führungsriege des SCR Altach versammelte sich am Freitag im Wiener Café Landtmann. Grund: die Verkündigung einer großen Infrastruktur-Offensive des Vorarlberger Bundesligisten. Aufsichtsrats-Vorsitzender Karlheinz Kopf gab bekannt, dass künftig alle Tribünen der Cashpoint-Arena überdacht sein werden und das Spielfeld im kommenden Sommer eine Rasenheizung erhält.

Auch Trainingsplatz und Kleinstadion sollen kommen

Genaue Details des Konzepts samt voraussichtlicher Kosten will Kopf zwar erst im Rahmen der Generalversammlung des Klubs am 14. November präsentieren, einige Eckpunkte der Vorhaben wurden allerdings schon vorab preisgegeben. Die Cashpoint-Arena soll zwei neue Stehplatztribünen erhalten, außerdem ist die Errichtung eines neuen Trainingsplatzes sowie eines Kleinstadions für Spiele der Amateur-Mannschaft geplant. Die Arbeiten beginnen im kommenden Jahr und könnten bis 2017 abgeschlossen sein. Am Fassungsvermögen des Stadions (rund 8.000 Zuschauer) wird sich allerdings nichts ändern.

Dafür gibt es im Moment auch keine Notwendigkeit, in dieser Saison kamen im Schnitt rund 5.000 Fans zu Heimspielen des Aufsteigers. Die Partien gegen die zugkräftigsten Gegner Red Bull Salzburg, Rapid und Austria Wien stehen allerdings noch aus. "Wir gehen von einem Potenzial von 6.000 Zuschauern pro Match aus", sagte Kopf.

Normalfall Bundesliga

Investieren will der Klub aber "nicht nur in Steine, sondern auch in Beine", wie es Geschäftsführer Christoph Längle formulierte. Um eine dauerhaft hohe Qualität im Kader zu gewährleisten, müsse das Budget von derzeit 5,5 Millionen Euro kontinuierlich gesteigert werden. Langfristiges Ziel ist die dauerhafte Etablierung in der höchsten Spielklasse.

Kopf: "In dieser Saison wollen wir erst einmal die Liga halten und uns dann Schritt für Schritt dahin arbeiten, dass wir um die Plätze vier bis acht spielen." Helfen soll dabei die konstante Zufuhr von Vorarlberger Talenten, die durch die von Altach geplante Partnerschaft mit dem Vorarlberger Fußballverband als Träger der Akademie sichergestellt werden soll.

Altach versteht sich als Vorarlbergs Top-Verein. Mit einem Image als Dorfklub kann man nichts anfangen, auch wenn sich dieser doch im Namen versteckt. 6.700 Einwohner hat die Gemeinde Altach, die Agglomeration Rheintal wachse sich jedoch zu einem Einzugsgebiet von 250.000 Menschan aus. Mit dem Auto sei die Cashpoint-Arena von jedem Punkt des Landes in weniger als einer Stunde erreichbar, sagt Kopf, der am Samstag bei einem Charity-Turnier in der Südstadt mitkicken wird. (red/APA - 3.10. 2014)

  • Soll in Zukunft der Vergangenheit angehören: Schneeschaufeln im Altacher Schnabelholz (vulgo: Cashpoint-Arena).
    foto: apa/stiplovsek

    Soll in Zukunft der Vergangenheit angehören: Schneeschaufeln im Altacher Schnabelholz (vulgo: Cashpoint-Arena).

  • Die Herren Georg Zellhofer (Sportdirektor), Michael Wondra (Cashpoint-Geschäftsführer), Karlheinz Kopf (Aufsichtsrats-Präsident) und Christoph Längle (Geschäftsführer SCR Altach) sind selbstverständlich wohlbekannt. Zu wem jedoch gehört das Gesicht im Spiegel?
    foto: roman zach-kiesling

    Die Herren Georg Zellhofer (Sportdirektor), Michael Wondra (Cashpoint-Geschäftsführer), Karlheinz Kopf (Aufsichtsrats-Präsident) und Christoph Längle (Geschäftsführer SCR Altach) sind selbstverständlich wohlbekannt. Zu wem jedoch gehört das Gesicht im Spiegel?

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