Messi soll in Steueraffäre doch auf die Anklagebank

3. Oktober 2014, 16:42
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Gericht lehnte Antrag auf Einstellung der Ermittlungen ab

Der argentinische Fußball-Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona muss in seiner spanischen Wahlheimat weiterhin eine Anklage wegen Steuerhinterziehung in drei Fällen fürchten. Das in dem seit über einem Jahr laufenden Verfahren zuständige Gericht in Gava wies am Freitag einen neuerlichen Antrag des viermaligen Weltfußballers auf Einstellung der Ermittlungen zurück.

Vater übernimmt Verantwortung

Messi soll zwischen 2007 und 2009 Einnahmen in Höhe von 10,1 Millionen Euro für Bildrechte ins Ausland gelenkt und in Spanien nicht versteuert haben. Nach Beginn der Untersuchungen gegen den Stürmerstar im Sommer 2013 hatte sein Vater Jorge die Verantwortung für das Vergehen übernommen, während Messi selbst rund fünf Millionen Euro an fälligen Nachzahlungen an den spanischen Fiskus überwies.

Trotz der Abwicklung der Geschäfte durch Messi senior sieht das Gericht in Gava den 27-Jährigen weiterhin in der Verantwortung für eine ordnungsgemäße Versteuerung seiner Einnahmen. Messi kann allerdings vor Eröffnung eines Hauptverfahrens noch weitere Instanzen anrufen. Im Falle einer Verurteilung sieht das spanische Steuerrecht eine Geld- oder Haftstrafe vor. (sid, 3.10.2014)

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