Familienplanung im Vatikan

4. Oktober 2014, 12:00
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Papst Franziskus lädt Bischöfe, Experten und Ehepaare zur Diskussion

253 Bischöfe und Fachleute aus aller Welt diskutieren vom 5. bis 19. Oktober im Vatikan über "die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evan gelisierung". Veränderte Lebensrealitäten und die Antwort der Kirche stehen im Mittelpunkt der bisher dritten außerordentlichen Bischofssynode seit deren Einführung, die zugleich die erste im Pontifikat von Papst Franziskus ist.

Bei ihrem Treffen im Oktober sammeln die Bischöfe Vorschläge, während konkrete Leitlinien für die Seelsorge erst im Herbst 2015 folgen, wenn eine weitere, ordent liche Vollversammlung der Bischofssynode an das nunmehrige Treffen im Vatikan anschließen wird.

Die 1965 als ständige Einrichtung geschaffene Synode hat keine Entscheidungsbefugnis, sondern nur beratende Funktion. Einberufen wird sie vom Papst. Dieser nimmt in der Regel auch persönlich an den Sitzungen teil. Ordentliche Synoden finden alle drei bis vier Jahre statt. Im Unterschied zu einem Konzil nehmen an einer Bischofssynode nicht alle rund 5000 Bischöfe der Weltkirche teil. Die außerordentliche Versammlung umfasst Patriarchen und sonstige Oberhäupter der katholischen Ostkirchen, die Vorsitzenden der nationalen und überregionalen Bischofskonferenzen sowie Vertreter von Ordensgemeinschaften und Kurienkardinäle. Zudem hat Papst Franziskus weitere Experten, Gasthörer und – mit Blick auf das Thema – 13 Ehepaare nominiert. (mro, DER STANDARD, 4.10.2014)

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