Milchquote: Bauern zahlen 25 Millionen Strafe

3. Oktober 2014, 12:30
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Weil die österreichischen Bauern wieder zu viel Milch geliefert haben, werden sie kräftig zur Kasse gebeten

Brüssel - Österreich hat auch 2013/14 seine zulässige Quote für die Produktion von Milch um 3,2 Prozent überschritten. Das war der dritthöchste Wert aller EU-Staaten. Österreichs Bauern müssen nun 25,62 Millionen Euro Strafe zahlen. Mit der Quotenüberschreitung steht Österreich aber nicht alleine da: Sieben weitere EU-Staaten haben laut einem Bericht der EU-Kommission vom Freitag mehr produziert als vereinbart.

Die acht Milchsünder überschritten ihre Lieferquoten um insgesamt 1.469.000 Tonnen, wovon 92.051 Tonnen auf Österreich entfallen. Betroffen sind neben Österreich die Niederlande (4 Prozent zu viel), Zypern (3,6 Prozent), Dänemark (2,1 Prozent), Deutschland (1,9 Prozent), Polen (1,7 Prozent), Luxemburg (1,0 Prozent) und Irland (0,6 Prozent). Zusammengerechnet müssen sie nun Strafzahlungen von 409 Millionen Euro leisten.

Deutsche zahlen am meisten

In absoluten Zahlen am härtesten trifft es Deutschland, das 163,9 Millionen Euro der Pönale aufbringen muss, gefolgt von den Niederlanden, die 132,1 Millionen Euro zahlen müssen, und Polen mit 46,5 Millionen Euro. Dänemark trifft es mit 28,2 Millionen Euro ähnlich hoch wie Österreich.

Milchquote wird 2015 abgeschafft

Insgesamt blieben trotz dieser Überbelieferung die EU-Lieferungen um 4,6 Prozent unter der erlaubten Quote. 2012/13 war man noch um sechs Prozent darunter gelegen. 14 Staaten unterschritten ihre Quote sogar um mehr als zehn Prozent.

Die in den 1980er-Jahren eingeführte Milchquotenregelung wird am 1. April 2015 abgeschafft. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wurde beim GAP-Gesundheitscheck 2008 vereinbart, die Quoten bis zum Jahr 2013/14 jährlich um ein Prozent anzuheben. (APA, 3.10.2014)

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