Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Gegnern in Hongkong 

3. Oktober 2014, 11:32
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Polizeibeamte trennte Konfliktparteien - Unklar, wer die Gegner der Demonstranten sind

Hongkong - Bei den Protesten in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong ist es am Freitag zu Zusammenstößen zwischen den prodemokratischen Demonstranten und Gegendemonstranten gekommen. In zwei belebten Einkaufsmeilen in der Metropole lieferten sich die beiden Seiten Auseinandersetzungen. Wie AFP-Reporter berichteten, wurden die beiden Lager von Polizeibeamten voneinander getrennt.

Im Stadtteil Mong Kok standen sich eine Gruppe von 200 Demonstranten und eine größere Gruppe von Gegendemonstranten gegenüber, nachdem letztere mit dem Abbau von Barrikaden begonnen hatte. Auch im Stadtteil Causeway Bay gab es Auseinandersetzungen zwischen rund 25 prodemokratischen Aktivisten und doppelt so vielen Gegendemonstranten. Unklar war zunächst, ob es sich bei den Gegendemonstranten um Geschäftsleute handelte, die verärgert über die Lahmlegung von Teilen des öffentlichen Lebens waren. Einige Demonstranten mutmaßten hingegen, es handle sich um angeheuerte Einsatzkräfte, die Unruhe stiften sollten.

Die Demokratiebewegung in Hongkong stemmt sich gegen eine von China beschlossene Wahlreform. Zwar soll die Bevölkerung Hongkongs im Jahr 2017 erstmals direkt einen Verwaltungschef wählen dürfen, jedoch will die Staatsführung in Peking die Kandidaten auswählen. Dem derzeitigen Verwaltungschef Leung Chun-ying werfen die Demonstranten vor, Handlanger der chinesischen Führung zu sein, statt sich für die Interessen Hongkongs einzusetzen. (APA, 3.10.2014)

  • Demonstranten am Freitag in Hongkong.
    foto: reuters/tyrone siu

    Demonstranten am Freitag in Hongkong.

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