Presseclub Concordia fordert Parteienrückzug aus ORF

3. Oktober 2014, 11:31
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Anlässlich 50 Jahre "Rundfunkvolksbegehren" - ORF befinde sich noch immer im Würgegriff der Parteien

Wien - Der Presseclub Concordia sieht den ORF auch 50 Jahre nach dem Rundfunkvolksbegehren noch immer im Würgegriff der Parteien. In einer Resolution fordert der Presseclub eine Entpolitisierung.

Im Wortlaut:

"Der Presseclub Concordia fordert den Rückzug der politischen Parteien aus allen Aufsichts- und Führungsgremien, um die in der Bundesverfassung festgeschriebene Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich zu gewährleisten.

Nach wie vor erwecken politische Parteien den Eindruck, der ORF gehöre ihnen. Noch immer werden Gremien, insbesondere der Stiftungs- und der Publikumsrat, mit VertreterInnen der Regierungen und der Parteien besetzt. Und noch immer ringen Parteisekretariate und PressesprecherInnen um Einfluss auf die Bestellung von Leitungspositionen – und um Einfluss auf die Berichterstattung.

Die JournalistInnen des ORF, deren Arbeit national und international anerkannt ist, brauchen Freiraum, um unabhängig berichten zu können – im Sinne der Öffentlichkeit, der BürgerInnen und der GebührenzahlerInnen. Seit Jahren kämpfen ORF-MitarbeiterInnen für diese Unabhängigkeit; sie haben etwa über den von ihnen durchgesetzten Redakteursrat Mitbestimmung erwirkt und gemeinsam mit der Geschäftsführung einen Ehrenkodex erstellt, dessen Einhaltung von einem Ethikrat überwacht wird. Unseren KollegInnen beim ORF gilt die volle Unterstützung des Presseclubs Concordia." (red, derStandard.at, 3.10.2014)

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