Provider müssen Piratenseiten sperren

Erfolg für den Verein für Antipiraterie - kinox.to und movie4k werden blockiert

Erfolg für den Verein für Antipiraterie (VAP): Die österreichischen Internetanbieter A1, "3", Tele 2 und UPC müssen unverzüglich die beiden Piratenseiten kinox.to und movie4k für ihre Kunden blockieren. Das Handelsgericht Wien hat eine entsprechende einstweilige Verfügung erlassen, die den Providern am Donnerstag zugestellt wurde.

Sperre der Piratenseiten ab Freitag

Welche technischen Mittel sie dafür einsetzen, obliegt den Providern selbst. Laut VAP mussten sie ab spätestens Freitag den Zugang zu den Seiten sperren. UPC und A1 sind dieser Forderung bereits nachgekommen. Movie4k und kinox.to sind Streaming- und Download-Portale, die Internetusern freien Zugang zu tausenden Spielfilmen und TV-Serien ermöglichen.

Man warte nun ab, wie die Provider auf die einstweilige Verfügung reagieren und die Sperren technisch umsetzen, hieß es aus der den VAP vertretenden Anwaltskanzlei MSP Law gegenüber dem WebStandard.

Liste mit "strukturell rechtsverletzenden" Seiten

Der VAP rechnet damit, dass die Internetanbieter sowohl DNS- als auch IP-Sperren einrichten. Sollte die Umsetzung nach Ansicht der Klagsvertreter nicht ausreichend sein, könnten weitere juristische Auseinandersetzungen folgen. Der Verein hat eine Liste von "strukturell rechtsverletzenden" Seiten erstellt, die über die beiden betroffenen Portale hinausreicht und künftig ebenfalls Gegenstand von Zugangssperren-Forderungen werden könnte.

Ende August Klage eingereicht

Der VAP reichte die Klage Ende August ein, nachdem die Provider seine Aufforderungsschreiben bezüglich Netzsperren ignoriert hatten, da diese auf einem richterlichen Urteil bestanden. Nach geltendem österreichischem und EU-Recht müssen Access-Provider auf begründete Aufforderung der Rechteinhaber Zugangssperren einrichten. Das wurde im Zuge des kino.to-Musterverfahrens vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) und dem Obersten Gerichtshof (OGH) zuletzt klargestellt.

UPC sperrt bereits seit Donnerstag

UPC-Presseprecher Siegfried Grobmann bestätigte dem WebStandard am Donnerstag, dass UPC die Seiten bereits sperrt. Er betonte allerdings, dass man sich rechtlich gegen Netzsperren gewehrt habe.

Niko Alm, Neos-Sprecher für Netzpolitik, kritisierte in einer Stellungnahme die Netzsperren: "Die Sperrung dieser beiden Streamingportale kann das Problem illegal im Internet angebotener Inhalte nicht lösen, nur kaschieren und verschieben. Durch solche Verfügungen wird unnötig Energie in die Errichtung einer Blockade-Infrastruktur gesteckt und damit die Möglichkeit geschaffen, andere vielleicht legale, aber unwillkommene Inhalte zu sperren." (Markus Sulzbacher, Georg Pichler, derStandard.at, 2.10.2014)

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  • UPC sperrt bereits die Seiten. So sieht die Blockade von kinox.to aus.vergrößern (1725x1011)

    UPC sperrt bereits die Seiten. So sieht die Blockade von kinox.to aus.

  • Netzsperre bei A1.

    Netzsperre bei A1.

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DEMO diesen Freitag vor der VAP-Zentrale

https://www.piratenpartei.at/demo-gege... -1400-uhr/

Kommt zahlreich, damit es auch in Medien Erwähnung findet, was die Bevölkerung von der Zensur des Internets zugunsten wirtschaftlicher Partikularinteressen hält.

Also...

Aus dem link vom Vorposter:

'Einen Nachweis muss der Rechteinhaber zu seiner Forderung zur Netzsperre derzeit nicht erbringen, es reicht die Behauptung, dass seine Rechte verletzt werden. Die Weigerung der Provider und die anschließende Klage der angeblichen Rechteinhaber führt noch nicht zu einer Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Forderung. '

Kann bitte jemand ganz schnell, bei den ISPs eine klage auf Urheberechtsverletzung eibringen?
nachdem das ja nicht mal geprüft werden muss, wärs doch ein einfaches die einfach mal selbst zu sperren.

Nur damit Sie sehen wie lustig so ein Problem werden kann, wenn man sich nicht auskennt...

Lest nach welche Gefahren Netzsperren bergen wenn die VAPler noch weiter gehen:
https://www.piratenpartei.at/buechse-d... -internet/

Exzellente Seite. Da steht alles drin, was man zum derzeitigen Stand und dessen Probleme wissen muss. Die Methode, Zitate einzubauen und alle Aussagen somit auch zu belegen, gefällt mir besonders gut.

Journalisten verkennen das Problem

Lächerlich, wie überall der Eindruck erweckt wird, netzsperren seien eh wirkungslos und daher kein Problem. In Großbritannien sind seit Eiführung genau solcher Netzsperren vor 5 Jahren numehr bereits bis zu 20% aller Websites gesperrt. Hier eine gute Zusammenfassung, warum das ein RIESEN-Problem ist:

https://www.piratenpartei.at/presseaus... tzsperren/

Die diesbezügliche Aussendung der Piratenpartei wird vermutlich eh wieder nicht gedruckt.
Ist ja keine Meldung wert, dass hier eine Zensur-Infrastruktur ala China installiert wird.

Facepalm

Für alle Android +4.3 User...

http://bit.ly/1CNgBcT

Wie kann man Speeren umgehen?

http://vergleich.hidemevpn.de/
Solange die Domain nicht gelöscht wird, gibt es mit VPN doch immer einen Weg...

speichert euch doch alle mal sicherheitshalber: http://bay.piratenpartei.at/ ein, denn die Sperre von piratepay wird sicherlich kommen!
und ladet euch natürlich den TOR Browser runter! https://www.torproject.org/projects/... er.html.en 2 Vorteile, A könnt ihr auf die Seiten noch zugreifen und B seit ihr zusätzlich noch vor Staatlicher Überwachung wie die der NSA und vor der wieder geplanten VDS geschützt ;)

Nur mal aus Interesse

Wieso ist bei mir nichts gesperrt, wieso nur?
Bin UPC Kunde und merke garnichts von irgendwelchen Sperren, habe nichtmal tricksen müssen.
Hat man auf mich vergessen? :(

sind Sie technisch versiert und haben evtl. den Google-DNS-Server in ihren Router-/Modemeinstellungen festgelegt? Das wäre eine mögliche Begründung warum Sie nichts von der Sperre mitbekommen haben.

Wer so eine Frage stellt ist vermutlich nicht technisch versiert den DNS zu ändern. Meiner Vermutung nach liegt es eher daran, dass er (ohne es zu wissen) den alten DNS verwendet (co1.inode.at/ co2.inode.at), hatte die getestet weil mich interessiert hat ob UPC eine eigene Sperrpage gebastelt hat oder ob sie einfach auf 127.0.0.1 redirecten oder sowas. Hab mich erst mal paar Minuten am Kopf gekratzt warum ich damit immer noch kinox.to erreiche. Tja, bissl gesucht, scheinbar verwendet UPC/Inode jetzt andere DNS Server (auch wenn die alten noch aktiv sind und verwendbar sind -> und eben nicht sperren :D).

den Leuten, die von der NSA direkt verkabelt wurden, wird ein ungesperrtes Netz vorgegaukelt

Geil!

vielleicht sollten wir uns weniger aufregen, könnte die österreichische Lösung sein,

man hat dem Gesetz genüge getan und in der Praxis interessiert's keinen Menschen ob er jetzt .to oder .tv eingeben muss.

ich wiederhole:

beschwerde-mails bitte an:
vap1@aon.at

Gerade den Google DNS eingetragen und /flushdns, aber movie4k.to ist bei mir trotzdem gesperrt.

Telekom Kd....

probier mal das: http://movie4k.me/

danke :) hach, ich wusste ja, warum mein erster weg hierher führte :)

Haha, Cache nicht gelöscht, Opfer ich bin....

viel du noch lernen musst, aber auf einen guten weg du bist mein junger padawan.

zuviel "einen, mein,..

"viel du lernen musst, auf gutem Weg du bist junger Padawan" ;)

Statt movie4k.to einfach movie2k.tl ansurfen. 1:1 selbe seite.

Problem gelöst.

Das sind einfach bemitleidenswerte VAPler...

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