Der Taifun, der einige zum Nachdenken bringt

2. Oktober 2014, 17:18
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Wirbelsturm gefährdet Rennen in Suzuka - Rosberg kündigt "volle Attacke" an, Verstappen debütiert im Toro Rosso

Suzuka - "Der Taifun ist sehr willkommen." Nico Rosberg, Formel-1-Pilot aus Deutschland, hat natürlich nicht an mögliche Schäden gedacht, die der sich über dem Westpazifik zusammenbrauende Wirbelsturm Phanfone in Japan anrichten könnte. Nico Rosberg hat allein an sich gedacht und daran, dass sein Mercedes auf regennasser Straße besonders gut liegt und also fährt. Rosberg hatte in der WM schon 29 Punkte Vorsprung, nun liegt er drei Punkte hinter seinem britischen Teamkollegen Lewis Hamilton, klarerweise kündigt er für Suzuka "volle Attacke" an.

Hinter den Kulissen wird über eine Vorverlegung des Starts am Sonntag nachgedacht. Er ist für 15 Uhr geplant, da es um 17.30 Uhr bereits dunkel wird. Bei schwerem Niederschlag allerdings wären die Sichtverhältnisse schon früher schwierig. Grundvoraussetzung ist jedenfalls, dass die Witterung einen Start des Rettungshubschraubers erlaubt. Ob angesichts von TV-Rechten das Rennen einfach vorverlegt werden kann, ist allerdings fraglich.

foto: eumetsat / ubimet
Satellitenbild von Phanfone (sichtbarer Kanal) von Donnerstag, 2. Oktober (8 Uhr MESZ), die roten Punkte markieren Hauptstädte.

Schon am Donnerstag bekamen die Piloten einen ersten Vorgeschmack auf den drohenden Regen. Nach leichtem Niederschlag in der Früh schüttete es am Nachmittag phasenweise heftig. "Das wird alles ziemlich knifflig. Hoffentlich zieht der Taifun an uns vorbei", sagte Jenson Button (McLaren). Im Training am Freitag soll der erst 17-jährige und führerscheinlose Niederländer Max Verstappen bei Toro Rosso debütieren. Was Verstappen über Wirbelstürme denkt, ist nicht überliefert. (fri, APA, DER STANDARD, 3.10.2014)

  • Jenson Button, begleitet von seiner Freundin, dem japanischen Model  Jessica Michibata, hält einen Schirm und gibt ein Autogramm. Schirm  halten und Rennen fahren, das ginge nicht. Buttons Hoffnung?  "Hoffentlich zieht der Taifun an uns vorbei."
    foto: reuters/yuya shino

    Jenson Button, begleitet von seiner Freundin, dem japanischen Model Jessica Michibata, hält einen Schirm und gibt ein Autogramm. Schirm halten und Rennen fahren, das ginge nicht. Buttons Hoffnung? "Hoffentlich zieht der Taifun an uns vorbei."

  • Geschätzte Zugbahn von Donnerstag bis Montag.
    foto: ubimet

    Geschätzte Zugbahn von Donnerstag bis Montag.

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