"FingerShadow": Forscher wollen Akkus mit Schattenspielen schonen

2. Oktober 2014, 16:43
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Erfindung von Microsoft Research - Theoretisch hohe Ersparnis auf OLED-Displays möglich

Forscher von Microsoft Research Asia haben eine neue Methode erarbeitet, mit der sich auf Smartphones und Tablets mit OLED-Bildschirmen künftig Strom sparen ließe. Sie nennt sich "FingerShadow" und stellt eine Ergänzung zum bereits vorhandenen, automatischen Helligkeitsmanagement dar.

Verdeckte Bereiche dimmen

Die Idee dahinter ist es, den bzw. die Finger des Users zu erfassen, wenn sie sich über dem Display befinden. Abhängig vom errechnetn wahrscheinlichen Betrachtungswinkel, könnte das System daraufhin die Helligkeit von den Gliedmaßen abgedeckten Bereichen herabsetzen., beschreibt Übergizmo.

Je nach Einstellung könnten nur der Bereich direkt unter dem Finger "ausgeblendet", aber auch angrenzende Randbereiche gedimmt werden, da durch den Schatten des Fingers gute Lesbarkeit auch bei niedrigerer Leuchtkraft gegeben ist.

Über 22 Prozent Energie-Ersparnis möglich

Die Wissenschaftler haben die Interaktionen von zehn Benutzern studiert und sind zum Ergebnis gekommen, dass im Schnitt 11,14 Prozent der Bildschirmfläche bei Toucheingaben abgedeckt wird. Durch gezielte Helligkeitsherabsetzung ließe sich eine Reduktion des Energieverbrauchs von fünf bis über 22 Prozent erzielen, da bei Smartphones und Tablets die Displays der größte Energiefresser sind.

Konkrete Pläne für eine Umsetzung gibt es nicht. Die Entwickler eruieren derzeit, welche Hürden für die Umsetzung und Implementation eines solchen Systems zu nehmen sind. (gpi, derStandard.at, 02.10.2014)

  • Je nach Umsetzung könnte FingerShadow deutliche Entlastung für den Akku bringen.
    foto: ms research

    Je nach Umsetzung könnte FingerShadow deutliche Entlastung für den Akku bringen.

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