Neue NGO lobbyiert für Schulkinder

2. Oktober 2014, 15:55
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"Greenpeace für Bildung" will sich allen voran für Kinder einsetzen, "auf die sonst niemand schaut"

Wien – Notfalls werde man auch Baustellen besetzen, etwa wenn Schulen umgebaut werden, ohne einem zeitgemäßen pädagogischen Konzept zu entsprechen, kündigt die Journalistin Sibylle Hamann anlässlich der Präsentation der "ersten politischen Bildungs-NGO" an. Die von ihr und dem Lehrer Daniel Landau mitbegründete NGO soll eine Art "Greenpeace für Bildung" sein, so der Anspruch.

Lobbyismus wolle man für jedes einzelne Kind betreiben, allen voran für solche Kinder, "auf die sonst niemand schaut", sagt Hamann. "10.000 Kinder stranden jährlich ohne Abschluss", kritisiert Landau. Kinder müssten in der Schule dazu befähigt werden, ihre Talente zu entfalten. Der Staat habe außerdem zu garantieren, dass jedes einzelne Kind am Ende der Schulpflicht die grundlegenden Kulturtechniken beherrscht. Diese einzuklagen wäre überlegenswert, sagt Landau. Einsetzen will sich die Initiative außerdem für leistungsgerechte Entlohnung von Elementarpädagoginnen.

Initiative "Pro Gymnasium" in Tirol

In Tirol hat sich indes die Initiative "Pro Gymnasium" formiert. "Nach über 100 Jahren Gesamtschuldiskussion ist es Zeit einzugestehen, dass diese Debatte nur zur Diffamierung des guten Images aller Bildungseinrichtungen beigetragen hat", heißt es auf der Website. Matthias Hofer, AHS-Lehrergewerkschafter, hat dafür bereits seine Unterstützung angekündigt. (burg, DER STANDARD, 2.10.2014)

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