Entführte Deutsche: Philippinische Entführer stellen neues Ultimatum 

2. Oktober 2014, 13:59
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Islamistische Unterstützer wollen vier Millionen Euro Lösegeld

Manila - Die islamistischen Entführer von zwei deutschen Seglern auf den Philippinen haben ihr Ultimatum für die Zahlung eines Lösegeldes um eine Woche verlängert. "Nach Freitag, dem 17. Oktober 2014 um drei Uhr nachmittags werdet ihr keinen der beiden lebend wiedersehen", zitierten lokale Medien Abu Ramin, ein Sprecher der Terrorgruppe Abu Sayyaf, am Donnerstag.

Ursprünglich hatten die Extremisten gedroht, dass eine der beiden Geiseln enthauptet werde, wenn nicht bis zum 10. Oktober umgerechnet vier Millionen Euro Lösegeld gezahlt würden. Auch müsse Deutschland aufhören, den Kampf gegen die Terrormiliz IS zu unterstützen.

Die Öffentlichkeit werde vom Schicksal der Geiseln erfahren, habe Abu Ramin betont. "Die Öffentlichkeit wird es sehen, wir wollen zeigen, dass wir keine Spielchen spielen. Wir spielen nicht mit der Sharia", sagte er mit Hinweis auf die islamische Gesetzgebung.

Bei den Geiseln handelt es sich um eine 55-jährige Frau und einen 74 Jahre alten Mann. Die beiden Deutschen waren im April von ihrer Segeljacht östlich der Philippinen entführt worden. Am Montag hatten die Geiseln über Radio die Regierungen in Berlin und Manila um Hilfe gebeten. Die Kidnapper hatten beim Lokalsender DXRZ angerufen und die beiden zu Wort kommen lassen. (APA, 2.10.2014)

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