Kissinger plante Angriff auf Kuba

2. Oktober 2014, 13:59
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Kriegspläne durch Wahlsieg Jimmy Carters gestoppt

Washington - Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger erwog 1976 einem Bericht zufolge, Kuba militärisch anzugreifen. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Buch "Back Channel to Cuba" der US-Autoren William M. LeoGrande und Peter Kornbluh hervor.

Kissinger habe entsprechende Militärpläne angeordnet, nachdem Kuba ein Jahr zuvor in den Bürgerkrieg in Angola eingegriffen hatte, hieß es.

Für den Bericht hatte die Denkfabrik "National Security Archive" Zugriff auf bisher geheime Dokumente der Regierung von US-Präsident Gerald Ford (1974-1977).

"Werden Castro schlagen müssen"

Dem Buch zufolge sahen die Pläne Luftangriffe und das Verminen kubanischer Häfen vor. "Ich denke, wir werden Castro schlagen müssen", soll Kissinger zu Ford gesagt haben. Auch der damalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld soll an einem Treffen mit hochrangigen Militärs am 24. März 1976 teilgenommen haben.

Kissinger sei wütend darüber gewesen, dass Kubas Präsident Fidel Castro die Rebellenbewegungen in Afrika unterstützte, zitierte die "New York Times" die Buchautoren. Zuvor habe sich der US-Außenminister von 1973 bis 1977 noch um eine Verbesserung der zerrütteten bilateralen Beziehungen bemühen wollen. Kissingers Pläne für einen Angriff im Jahr 1977 seien durch den Wahlsieg von Jimmy Carter gestoppt worden. (APA, 1.10.2014)

  • Henry Kissinger, Friedensnobelpreisträger.
    foto: ap/breloer

    Henry Kissinger, Friedensnobelpreisträger.

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