Diktatorenkost

Einserkastl1. Oktober 2014, 18:02
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Meldungen von ernährungsbedingten Erkrankungen Kim Jong-uns gehen durch die Medien

In Georgien kann es passieren, dass einem mit der Bemerkung "Stalins Lieblingswein" ein passabler Roter angeboten wird. Der sowjetische Diktator liebte auch Schaschlik. Hitler hingegen war Vegetarier, sein Suchtmittel war Kuchen in rauen Mengen. Mao wiederum bevorzugte Schweinebauch geschmort mit Zimt, Lorbeer und Ingwer.

Die kulinarischen Vorlieben der größten Diktatoren rücken wieder ins Bewusstsein, weil Meldungen von ernährungsbedingten Erkrankungen des nordkoreanischen Nachwuchs-Despoten Kim Jong-un durch die Medien gehen. Diabetes und Gicht sollen für die "Unpässlichkeit" des vermutlich 31-Jährigen verantwortlich sein. Dass die offiziellen nordkoreanischen Stellen überhaupt diese "Unpässlichkeit" bestätigen, ist schon auffällig. Ob Unmengen von Bimimbap oder doch eher Bulgogi und Tschaptsche plus Bier für sein ungesundes Aussehen und sein Hinken verantwortlich sind, bleibt offen.

Nur in Parenthese sei erwähnt, dass auch Kim und seine Vorfahren für bewusst herbeigeführte Hungersnöte mit Millionen Toten verantwortlich sind, so wie Stalin (Ukraine), Mao (ganz China) und Hitler (Osteuropa und Russland) ja auch.

Inzwischen kommt aber die Meldung, dass sich Kim möglicherweise den Knöchel gebrochen hat, weil er in seinen Plateauschuhen umgekippt ist. Aber das ist wahrscheinlich von der CIA gestreut. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 2.10.2014)

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