Fünf Dinge, die Windows 10 besser macht

1. Oktober 2014, 16:54
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Das neue Windows 10 ist ein Upgrade für glückliche und zufriedene Nutzer von Windows 7

Sollten Sie vorhaben, demnächst einen Computer mit dem Betriebssystem Windows 8 zu kaufen, sollten Sie dies noch einmal gründlich überdenken. Ich rate Ihnen das, weil Microsoft am Dienstag Windows 10 vorgestellt hat, und nach dem ersten Eindruck bringt das neue Betriebssystem erhebliche Fortschritte gegenüber seinem Vorgänger. Microsoft hat an vielen Punkten auf die Beschwerden der Nutzer reagiert.

Ein Upgrade für zufriedene Nutzer von Windows 7

Der US-Softwarekonzern selbst sagt – mit vielen Worten –, dass Windows 10 eigentlich ein Upgrade für glückliche und zufriedene Nutzer von Windows 7 sei. Microsoft hält die Verbesserungen für so groß, dass der Softwarehersteller sein neues Betriebssystem gleich Windows 10 nennt und die 9 einfach auslässt.

Das neue Betriebssystem soll die moderne Optik und Funktionen von Windows 8 mitbringen und sich gleichzeitig wie die älteren Versionen des Betriebssystems anfühlen, die wir seit Windows 95 kennen. Das ist gut für diejenigen, die sich mit Windows 8 nie anfreunden konnten.

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Vorstellung von Windows 10.

Die schlechte Nachricht: Windows 10 wird es in der finalen Version nicht vor Mitte des nächsten Jahres zu kaufen geben. Eine sehr, sehr frühe Vorabversion kann aber schon ab dieser Woche von Entwicklern und PC-Freaks heruntergeladen werden. (Microsoft weist aber darauf hin, dass das Betriebssystem noch stark abgeändert werden kann, bevor es an Kunden verkauft wird). Aber egal ob Sie nun direkt loslegen oder – was klüger wäre – bis nächstes Jahr warten, hier sind fünf Funktionen, auf die Sie sich freuen können:

Die Rückkehr des Startmenüs

Die beliebte virtuelle Start-Taste lebt! Mit Windows 10 wird es wieder möglich, links unten auf das Logo zu klicken und dort ein (überarbeitetes) Menü mit allen möglichen Funktionen vorzufinden. Dazu gehört traditionell die Liste mit verfügbaren Programmen und – ja – auch Paint ist dabei. Auch eine individuell anpassbare Auswahl an Kacheln ist dort zu sehen mit Lieblings-Apps, Personen oder Musik. Auch eine universelle Suchfunktion wird hier zu finden sein. Der wenig beliebte Startbildschirm von Windows 8.1 soll weiterleben, er tritt aber hinter das alte Startmenü zurück.

Bei Windows 10 können Apps aus dem Windows Store in den Fenstern des klassischen Desktops laufen.

Apps aus dem Microsoft Store auf dem Desktop

Ein tolles Wiedersehen mit dem klassischen Desktop! Zusätzlich zur Rückkehr des Startmenüs schafft Microsoft die Möglichkeit, Apps aus dem Windows Store in einem Fenster laufen zu lassen, das vergrößert, verkleinert und verschoben werden kann. Vorbei sind die Zeiten, als die Apps nur den ganzen Bildschirm ausfüllten oder bestenfalls nebeneinander positioniert werden konnten, wie unter Windows 8.1. Mit diesen Möglichkeiten wird der Desktop wieder zu dem Ort, an dem Sie die meiste oder die gesamte Zeit vorm Computer verbringen werden.

Multitasking wird einfacher

Die ganzen Apps lassen sich auch einfacher verwalten. Wenn ein Fenster zur Seite geschoben wird, schlägt die Software andere Apps vor, die Sie vielleicht als nächstes nutzen wollen. Neu ist ein Button, der anzeigt, wie viele und welche Anwendungen gerade auf dem Bildschirm laufen.

Mit dem neuen Button "Task View" können Nutzer sämtliche laufenden Programme gleichzeitig sehen.

Viele Desktops

Microsoft setzt ganz auf den Desktop. Windows 10 ermöglicht es, zahlreiche virtuelle Desktops zu erstellen, zwischen denen dann hin- und hergesprungen werden kann – vielleicht ein Desktop für die Arbeit und einer mit Schwerpunkt Soziale Medien. Eine Taskbar zeigt kleine Symbole der verschiedenen Räume, so dass leicht von einem in den anderen gewechselt werden kann.

Umschalten von Tablet-Computer auf Laptop

Das größte Problem von Windows 8.1 war, dass der Startbildschirm zwar gut für Tablets war, aber furchtbar auf Laptop- oder Desktop-Computern. Windows 10 ist für alle drei Geräte gut geeignet – und zusätzlich auch für Smartphones. Und wenn das Betriebssystem auf Geräten wie dem Surface Pro 3 laufen soll, das Laptop und Tablet zugleich sein will, passt sich Windows 10 den Bedürfnissen der Nutzer sogleich an.

"Es passieren magische Dinge, wenn die Tastatur abgenommen wird", sagte Chris Flores, Kommunikatonsdirektor für die Betriebssystemsparte von Microsoft. Auf die Frage, ob der Start-Bildschirm erscheinen wird, sagte er: "Der Start-Bildschirm ist ein wichtiger Teil der Windows-Strategie – auf dem richtigen Gerät". (Joanna Stern, WSJ.de/derStandard.at, 1.10.2014)

  • Microsofts Joe Belfiore stellte Windows 10 am Dienstagabend in San Francisco vor.
    foto: reuters

    Microsofts Joe Belfiore stellte Windows 10 am Dienstagabend in San Francisco vor.

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