Die lange Geschichte der Eurofighter

1. Oktober 2014, 16:39
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Der Kauf der Eurofighter wurde in Österreich jahrelang von Verdächtigungen und politischen Auseinandersetzungen geprägt. Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse

Februar 2000: Die neue ÖVP-FPÖ-Regierung vereinbart, das Heer solle neue Abfangjäger erhalten.

2. Juli 2002: Die Regierung entscheidet sich für den Eurofighter. 24 Jets sollen gekauft werden. Vorher war eher mit einem Zuschlag für den schwedischen Gripen gerechnet worden. Korruptionsvorwürfe stehen im Raum.

14. 8. 2002: Wegen des Hochwassers erfolgt eine Reduktion von 24 auf 18 Stück. Kosten: 1,97 Milliarden Euro.

8. 1. 2007: SPÖ und ÖVP einigen sich auf eine neue Regierung. Verteidigungsminister Darabos soll über einen Ausstieg oder eine Verbilligung verhandeln.

26. 6. 2007: Darabos verkündet einen Vergleich: Stückzahl wird von 18 auf 15 reduziert, die Kosten liegen nun bei 1,7 Milliarden Euro. Der Rechnungshof relativiert später die Einsparungen.

24. 9. 2009: Der letzte der insgesamt 15 Eurofighter landet am Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg.

29. 3. 2011: Nach jahrelangen Ermittlungen stellt die Staatsanwaltschaft die Verfahren gegen den pensionierten "Airchief" Erich Wolf, den Lobbyisten Steininger und das Ehepaar Rumpold ein.

6. 11. 2012: Hausdurchsuchungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz: Der Verdacht lautet auf Schmiergeldzahlungen rund um Gegengeschäfte. Die Ermittlungen laufen bis heute.

16. 6. 2014: Das Verfahren gegen Exminister Scheibner wird eingestellt. (red, DER STANDARD, 2.10.2014)

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