Die Familie wird für Österreicher wieder wichtiger 

1. Oktober 2014, 15:36
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Mehr als zwei Drittel glauben, dass sie zum Lebensglück gehöre - Das zeigt eine IMAS-Studie

Linz - Die Familie gewinnt für die Österreicher wieder an Bedeutung: Dass sie zum Lebensglück gehöre, glauben mehr als zwei Drittel - und damit fast so viele wie in den 1980er-Jahren. Das geht aus der "ersten österreichischen Familien- und Wertestudie" hervor, die am Mittwoch in Linz der Presse präsentiert und von IMAS im Auftrag des zuständigen Referenten LH-Stv. Franz Hiesl (ÖVP) erstellt worden ist.

Das Meinungsforschungsinstitut hat im Juli 1.010 repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren ausgewählte Personen befragt. Dabei erklärten 68 Prozent, dass man heutzutage eine Familie braucht, um wirklich glücklich zu sein. Lediglich 18 Prozent gaben an, dass sie das alleine genauso sind. Zum Vergleich: Ende 2013 sagten nur 61 Prozent, dass die Familie zum Lebensglück gehört. Im August 1980 und im April 1988 waren es 70 Prozent.

Idealbild zwei Kinder

42 Prozent bezeichneten den Zusammenhalt in der Familie in der aktuellen Erhebung als "sehr stark" und 37 Prozent als "ziemlich stark". Elf Prozent nannten ihn "eher gering", vier Prozent "sehr schwach". 47 Prozent sind der Meinung, dass zur idealen Familiengröße zwei Kinder gehören. 15 Prozent antworten mit einem Sprössling, zehn Prozent mit drei, zwei Prozent mit vier und ein Prozent mit fünf oder mehr. Nach Ansicht von neun Prozent braucht man kein Kind.

Für kommendes Jahr plant Hiesl eine weitere Studie, der Vergleich der beiden Erhebungen soll dann zu einem Werteindex führen. Die Art, wie Menschen zusammenleben, habe sich in den vergangenen 50 Jahren stark verändert, die Politik müsse darauf richtig reagieren, erklärte er. Eines steht für den LH-Stv. aber fest: "Die Familie feiert in Österreich ein Comeback." (APA, derStandard.at, 1.10.2014)

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