Ban: UNO vor größten Herausforderungen der Geschichte

1. Oktober 2014, 14:59
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UN-Generalsekretär: "Noch nie so viele Flüchtlinge, Vertriebene und Asylsuchende"

Genf - Die Vereinten Nationen stehen nach den Worten von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon vor den größten Herausforderungen ihrer Geschichte. "Noch nie in der Geschichte der UN hat es so viele Flüchtlinge, Vertriebene und Asylsuchende gegeben", sagte Ban am Mittwoch vor dem Exekutivkomitee des Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Genf.

"Nie zuvor mussten die UN so vielen Menschen mit Nahrungsmitteln und anderen überlebenswichtigen Gütern beistehen." Es seien mehr Ressourcen, mehr politische Führung und eine beispiellose Kooperationsbereitschaft aller Nationen gefragt, so Ban.

Menschengemachte Krisen

Allein in diesem Jahr sind Ban zufolge mehr als zwei Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben worden. Die mit Abstand meisten Krisen, die die Welt derzeit erleide, seien menschengemacht, sagte Ban. Deshalb müssten nicht nur Hilfen geleistet, sondern zugleich die den Krisen zugrunde liegenden Ursachen gelöst werden.

Ausdrücklich lobte Ban den Einsatz des UNHCR. Die Organisation mit Flüchtlingshochkommissar Antonio Guterres an der Spitze stehe im Zentrum der Hilfe für die mehr als 50 Millionen Flüchtlinge weltweit. Tausende Mitarbeiter seien bereit, ihr Leben zu riskieren, um anderen Menschen zu helfen.

Zuvor hatte Ban bereits bei der Welthandelsorganisation (WTO) gesprochen. Dort hob er die Bedeutung des Handels für die Bekämpfung der Armut und eine nachhaltige Entwicklung hervor. "Der Handel muss allen zugutekommen", forderte er. (APA, 1.10.2014)

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