Ex-Kommunalkredit-Chef legt Vermögen nicht offen

1. Oktober 2014, 12:52
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Reinhard Platzer will dem Gericht später über seine finanziellen Verhältnisse Auskunft geben

Wien - Der frühere Kommunalkredit-Bankchef Reinhard Platzer hat zu Beginn der Hauptverhandlung (HV) im Strafprozess seine eigenen finanziellen Verhältnisse nicht offengelegt. Auf die Frage von Richterin Nicole Rumpl sagte er, er werde dies später schriftlich dem Gericht mitteilen. Als seinen derzeitigen Beruf nannte er "Geschäftsführer".

Die übrigen drei Angeklagten, darunter auch der frühere Bankvorstand Leopold Fischer, legten ihre finanziellen Verhältnisse - Vermögen und allfällige Schulden - hingegen dem Gericht offen. Fischer nannte als seinen aktuellen Beruf "Unternehmensberater".

Dem Strafverfahren haben sich die Kommunalkredit Austria AG und die KA Finanz ("Bad Bank" mit Altlasten der Kommunalkredit, Anm.) als Privatbeteiligte angeschlossen. Sie sehen sich geschädigt und haben Platzer und Fischer auf Schadenersatz geklagt. "Der Schaden ist großteils aufgrund der rechtswidrigen Handlungen der Angeklagten verursacht worden, ein Teil davon ist strafrechtlich relevant, der Großteil zivilrechtlich", sagte der Privatbeteiligten-Vertreter in der Verhandlung.

Die Kommunalkredit musste im Herbst 2008 notverstaatlicht werden. Der Schaden für die Republik beläuft sich auf zwei Milliarden Euro. (APA, 1.10.2014)

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