Antarktischer Eisverlust verändert Schwerefeld der Erde

1. Oktober 2014, 12:44
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Die ESA erstellte eine Animation, die auf Daten der Satelliten GOCE und GRACE beruht

2009 wurde der ESA-Satellit "Gravity field and steady-state ocean circulation explorer" ins All gebracht, nach viereinhalbjähriger Beobachtungstätigkeit und dem Ende seines Treibstoffvorrats ist er im vergangenen November in der Erdatmosphäre verglüht.

illustration: apa/esa/hpf/dlr/dapd

Aufgabe von GOCE war es, das Schwerefeld der Erde mit bis dahin noch nicht erzielter Genauigkeit zu vermessen, inklusive regionaler Variationen. Die aus seinen Daten erstellten Bilder von den Beulen und Dellen dieses Felds und der "kartoffelförmigen Erde" (siehe oben) fanden viel Beachtung.

Zu einer dieser Variationen hat die ESA nun eine Animation erstellt: Sie zeigt die Auswirkungen, die der anhaltende Eisverlust in der Westantarktis auf das irdische Schwerefeld hat: Klein, aber doch messbar - und das im bemerkenswert kurzen Beobachtungszeitraum von 2009 bis 2012. In das Video sind Daten der Satelliten GOCE und GRACE ("Gravity Recovery And Climate Experiment") eingeflossen.

--> ESA: "GOCE reveals gravity dip from ice loss"

(red, derStandard.at, 1. 10. 2014)

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