Zehn Zivilisten bei Granatbeschuss in Donezk getötet

1. Oktober 2014, 12:13
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Ein Geschoß nahe einer Schule eingeschlagen

Donezk - Durch Granateneinschläge sind am Mittwoch in der ostukrainischen Separatistenhochburg Donezk nach Angaben der Behörden zehn Zivilisten getötet worden. Eine Granate sei nahe einer Schule eingeschlagen, dabei seien vier Menschen getötet und acht verletzt worden, teilte die Kiew-treue Regionalregierung mit.

Eine weitere Granate habe einen Kleinbus getroffen, dabei seien sechs weitere Menschen getötet worden. In der Erklärung wurden die Rebellen für die Angriffe verantwortlich gemacht.

Bruch der Waffenruhe

Nach der Vereinbarung einer Feuerpause am 5. September hatte sich Kiew am 20. September bei Verhandlungen in Minsk mit den prorussischen Milizen auf einen Neun-Punkte-Plan geeinigt, der eine dauerhafte Waffenruhe und die Einrichtung einer Pufferzone entlang der Frontlinie vorsieht.

Zwar gab es Fortschritte beim Rückzug der Truppen beider Seiten aus der geplanten entmilitarisierten Zone, doch gibt es immer wieder Gefechte rund um Donezk. Erst am Montag hatten Militär und Stadtverwaltung den Tod von neun Soldaten und vier Zivilisten seit Sonntag bekanntgegeben. (APA, 1.10.2014)

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