IS lässt 70 kurdische Schüler frei

30. September 2014, 19:06
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30 Jugendliche in der Gewalt der IS-Miliz - Britische Kampfjets fliegen erste Luftangriffe

Beirut/Damaskus - Die Jihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) hat laut Aktivisten mehr als 70 kurdische Schüler freigelassen, die sie im Mai im Norden Syriens entführt hatte.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte am Dienstag, die Eltern hätten die Freilassung der Schüler im Alter zwischen 13 und 15 Jahren gemeldet. Sie gehörten demnach zu einer Gruppe von 153 Schülern, die am 29. Mai in Aleppo auf dem Rückweg in ihre Heimatstadt Kobanê (arabisch: Ayn al-Arab) verschleppt worden waren.

Laut der Beobachtungsstelle wurden in den Tagen nach der Entführung 37 Schüler freigelassen, darunter die zehn Mädchen der Gruppe. Fünf weitere konnten entkommen. Auch nach der Freilassung der 70 Schüler blieben nun aber noch rund 30 Jugendliche in der Gewalt der IS-Miliz, erklärte die Beobachtungsstelle. Demnach werden sie weiter festgehalten, weil sie Verwandte in kurdischen Parteien haben, die gegen die Jihadisten kämpfen. Warum die anderen Schüler freigelassen wurden, blieb unklar.

Britische Luftangriffe

Britische Kampfjets haben erste Attacken auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak geflogen. Tornado-Flugzeuge griffen schweres Gerät der Islamisten an, das kurdische Truppen bedroht habe, und attackierten später in der selben Gegend auch einen bewaffneten Transporter, sagte Verteidigungsminister Michael Fallon am Dienstag dem Sender BBC. Die Flieger seien heil zurückgekehrt

Die IS-Miliz kontrolliert weite Gebiete im Nordosten von Syrien sowie im Norden und Westen des Irak. Die radikale Gruppierung geht mit großer Brutalität gegen religiöse Gruppen wie Schiiten, Christen und Yeziden vor, bekämpft aber auch die Kurden und andere Sunniten, die nicht ihre Auslegung des Islam teilen. Die IS-Kämpfer rücken seit zwei Wochen auf Ayn al-Arab, von den Kurden Kobane (Kobani) genannt, an der türkischen Grenze vor. Die Kämpfe zwangen rund 160.000 Menschen zur Flucht in die Türkei. (APA, 30.9.2014)

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