Zunahme von Hitzewellen teilweise vom Menschen verursacht

3. Oktober 2014, 18:58
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Forscher untersuchten 16 extreme Wetterereignisse: Zumindest ein Teil davon geht auf den Klimawandel zurück

Washington - Was zuvor bereits vermutet wurde, konnte nun in einer Studie untermauert werden: Der vom Menschen verursachte Klimawandel dürfte auch für einige Hitzewellen verantwortlich sein. Dies geht aus einer im "Bulletin of the American Meteorological Society" veröffentlichten Studie hervor. Mehrere Forscherteams hatten unter anderem 16 verschiedene extreme Wetter- und Klimaereignisse aus dem Jahr 2013 untersucht, darunter fünf Hitzewellen.

Menschliche Aktivitäten wie etwa das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas verstärkten die Häufigkeit und Schwere von Hitzewellen deutlich, teilte die US-Behörde für Ozeanographie und Atmosphäre NOAA mit. NOAA-Wissenschafter hatten die Studie mitverfasst. Bei der Hitzewelle in Australien 2013 hätten dies fünf voneinander unabhängige Untersuchungen gezeigt.

Seit 1984 dreimal so viele Hitzewellen in Australien

Seit 1984 hat sich den Forschern zufolge aufgrund des menschlichen Einflusses die Zahl der Hitzewellen in Australien verdreifacht. "Die Beweise sind ziemlich beeindruckend", sagte Mitautor Peter Stott von der britischen Meteorologie-Behörde. "Es ist schwer vorstellbar, dass wir ohne Klimawandel solche Temperaturen hätten.". Das Risiko, dass extreme Hitze und extreme Trockenheit in Australien zusammen auftreten, werde sich sehr wahrscheinlich vom Zeitraum 1861-1901 bis zum Zeitraum 1993-2033 versiebenfachen, heißt es in der Studie.

Bei anderen extremen Wetterereignissen wie Trockenheiten, Starkregen und Stürmen war der menschliche Einfluss weniger klar nachzuweisen.

Auch in Europa wurden mehrere Klimaereignisse untersucht, darunter der sehr heiße und trockene Sommer 2013 in Westeuropa. Hier habe der vom Menschen ausgelöste Klimawandel - in Kombination mit natürlichen Schwankungen in der Temperatur der Wasseroberfläche im Nordatlantik - eine große Rolle gespielt.

Für die starken Regenfälle im Frühling 2013 in den oberen Flussgebieten der Donau und Elbe fanden die Forscher dagegen keinen Hinweis auf menschliche Ursachen. Auch Orkan "Christian", der im Oktober 2013 über Norddeutschland und Dänemark hinweggefegt war, sei zwar stark und ungewöhnlich gewesen, so die Forscher. Er liege aber im Bereich der über viele Jahrzehnte beobachteten Schwankungen bei Stürmen. (APA/red, derStandard.at, 04.10.2014)

  • Rinder wirbeln auf dem ausgedörrten Boden einer australischen Farm Staub auf. Australien musste sich bereits auf immer häufiger werdende Dürreperioden einstellen - und dieser Trend wird weitergehen.
    foto: reuters/tim wimborne

    Rinder wirbeln auf dem ausgedörrten Boden einer australischen Farm Staub auf. Australien musste sich bereits auf immer häufiger werdende Dürreperioden einstellen - und dieser Trend wird weitergehen.

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