Zehntausende gehen auf die Straßen Hongkongs

Ansichtssache30. September 2014, 14:41
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In Hongkong bereiten sich zehntausende Gegner der chinesischen Zentralregierung auf die gewaltsame Räumung der Straßen der Millionenmetropole vor. Die Demonstranten rechnen damit, dass die Sicherheitskräfte noch am Dienstagabend gegen die in den belebtesten Stadtteilen massierten Demokratiebefürworter vorgehen werden. In Erwartung möglicher schwerer Auseinandersetzungen hielten sich die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten zurück. Westliche Politiker zeigten sich tief besorgt, die sogenannte Regenschirm-Revolution könne gewaltsam niedergeschlagen werden.

Die größten Massenproteste seit der Aufnahme der ehemaligen britischen Kolonie in den chinesischen Staat 1997 entzündeten sich am Beschluss der kommunistischen Führung in Peking, bei der Wahl des Hongkonger Verwaltungschefs 2017 nur handverlesene Kandidaten zuzulassen. Damit ist eine Kandidatur von Regierungskritikern faktisch unmöglich. Die Demonstranten fordern zudem den Rücktritt des Hongkonger Verwaltungschefs Leung Chun-Ying. Hongkong genießt nach dem Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" weitgehende Autonomie, insbesondere auf wirtschaftlichem Gebiet. (Reuters, 30.9.2014)

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