Steiermark-Wahl: Schützenhöfer lässt sich bis 2015 Zeit

30. September 2014, 13:05
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Der stellvertretende Landeshauptmann will erst im Mai 2015 entscheiden, ob er bei der Landtagswahl antritt

Graz - Der steirische Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer (ÖVP) hat am Dienstag einmal mehr seine Entscheidung über ein Antreten bei der Landtagswahl 2015 hinausgeschoben. Er vertröstete in einem Pressegespräch auf die ersten Monate 2015. Er werde die Entscheidung aber in jedem Fall vor allen steirischen Wahlgängen 2015 bekannt geben - somit auch noch vor der Gemeinderatswahl im März.

Er habe schon vergangene Woche dem ÖVP-Klub gesagt, sich noch nicht entscheiden zu wollen: "Ich bin Parteiobmann bis März 2017 und sehe keinen Grund, jetzt zu sagen, ob ich 2015 antrete. Aber ich sage, ich werde es mir sehr, sehr gut überlegen und abwägen." Er wolle nicht, dass jetzt schon der Wahlkampf eröffnet werde, denn noch befinde man sich im "Arbeitsjahr 2014", in dem noch viel zu tun sei. "Keiner kann von mir erwarten, so eine persönliche Entscheidung zu treffen, nur weil der andere Parteitag hat."

Voves tritt an

Er bekomme viele Aufforderungen von Wählern, die ihn auf der Straße ansprechen und zum Weitermachen bitten würden, das beziehe er in seine Überlegungen ein. Er gestand einem gemeinsamen Antreten mit Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ), der seine Kandidatur am Montag bekannt gegeben hatte, auch Vorteile zu: Es biete die Möglichkeit, weiter "Reformpolitik" zu machen. "Nachteile fallen mir weniger ein. Wahlwerbung gegeneinander zu machen, würde schwer."

"Mir geht es Tag und Nacht im Kopf herum: Machst du es noch einmal, oder tust du das nicht. Ich bin bemüht darum, die richtige Entscheidung - auch was die Spitzenkandidatur anlangt - für das Land und für meine Gesinnungsgemeinschaft zu treffen. Das steht im Vordergrund: Was nützt dem Land?" Er sei versucht, rasch zu sagen, "die verbale Zustimmung ist hoch, ich pack's". Aber er habe viele im Bund und Land erlebt, "die es noch einmal wissen wollten, weil ihnen eingeredet wurde, sie müssen noch einmal, und die dann ihre eigene Arbeit zerstört haben", so Schützenhöfer. (APA, 30.9.2014)

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