Nicaraguakanal schädigt Naturschutzgebiete und bedroht gefährdete Tierarten

30. September 2014, 12:16
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Ameisenbär, Königsadler und Puma könnten durch Großprojekt in der Region verschwinden

Managua - Umweltschützer warnen vor den Folgen für das Ökosystem durch den geplanten Nicaraguakanal. Die das gewaltige Bauprojekt - eine Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik von 278 Kilometern Länge - würde Naturschutzgebiete schädigen und bedrohte Tierarten in Gefahr bringen, sagte der stellvertretende Leiter des Humboldt-Zentrums, Víctor Campos, am Montag auf einer Tagung in Managua.

Projekt bedroht zahlreiche Tierarten

So seien Ameisenbär, Königsadler und Puma in der Region vom Aussterben bedroht, sollte der Kanal wie geplant gebaut werden. Die chinesische HKND Group will Ende des Jahres mit dem Bau des rund 50 Milliarden US-Dollar (39,4 Mrd. Euro) teuren Infrastrukturprojekts beginnen. Neben dem Kanal sollen Häfen, ein internationaler Airport, Fabriken und eine Freihandelszone entstehen. Das zweitärmste Land Lateinamerikas und erhofft sich von dem Megaprojekt einen wirtschaftlichen Aufschwung. (APA/red, derStandard.at, 30.09.2014)

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