Telekom Austria bringt Smart-Meter aus China 

30. September 2014, 10:48
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Will so kostengünstigen "Österreich-Zähler" anbieten und Millionenaufträge lukrieren

Die Telekom Austria will mit einem neuen "Österreich-Zähler" federführend an der Umstellung von Stromzählern auf sogenannte Smart-Meter beteiligt sein. Bis 2019 sollen fast alle österreichischen Haushalte über digitale Stromzähler verfügen, die im Viertelstundentakt den Energieverbrauch messen und Daten an die Stromanbieter übermitteln. Die Umstellung schafft ein riesiges Geschäftsfeld, mehrere Unternehmen rittern momentan um Aufträge der Energiekonzerne.

Chinesischer Partner

Darunter eben auch die Telekom Austria mit ihrer Machine-2-Machine-Sparte (M2M). Für die Herstellung des eigenen Smart-Meters, der unter dem Namen "Österreich-Zähler" laufen soll, hat die Telekom Austria die chinesische Firma Kaifa als Partner ausgewählt. Das Unternehme sei "mit insgesamt 22 Millionen Smart Meter" in Europa der größte Marktführer und habe der Telekom Austria ein "spezielles Angebot" vorgelegt, so M2M-Geschäftsführer Bernd Liebscher zur Futurezone.

Mobilfunk-Kompetenz als Plus

Punkten will die Telekom Austria auch mit ihren Kompetenzen als Mobilfunker. Diese sollen helfen, die Datenübertragung der Smart Meter sicher und verlässlich zu gestalten. Momentan werden die "Österreich-Zähler" in Ybbs getestet, Ergebnisse sollen den Stromkonzernen bei ihrer Wahl helfen.

Opt-Out

Aus Datenschutz-Perspektive kommt immer wieder Kritik an Smart Metern auf, diese würden sensible Informationen übermitteln und könnten anfällig für Cyberterror sein. Kunden können daher die Installation eines Smart-Meters ablehnen, laut Futurezone sollen sie dann aber trotzdem einen digitalen Stromzähler erhalten – dessen Onlinefunktionen einfach abgedreht werden. (fsc, derStandard.at, 30.9.2014)

  • Die Umstellung auf Smart-Meter soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein
    foto: ap

    Die Umstellung auf Smart-Meter soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein

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