Parlamentspräsident Nigers wegen Kinderhandels gesucht

29. September 2014, 23:00
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Haftbefehl - Amadou setzte sich nach Frankreich ab

Niamey - Wegen des Verdachts der Beteiligung am Handel mit Babys hat die Justiz im Niger einen Haftbefehl gegen den Parlamentspräsidenten des westafrikanischen Landes ausgestellt. Wie ein Anwalt Hama Amadous, der sich zuvor bereits nach Frankreich abgesetzt hatte, am Montag sagte, fällte ein Richter die Entscheidung bereits am Freitag.

Ein weiterer Anwalt sagte, bisher handle es sich nur um einen nationalen Haftbefehl. Aus Justizkreisen hieß es, Amadou solle gefasst werden, um in einem Fall großangelegten Babyhandels zwischen dem Niger, Nigeria und Benin auszusagen.

Amadou war wegen drohender Ermittlungen Ende August über Burkina Faso nach Frankreich geflohen. Bereits im Juni waren im Niger 17 Menschen im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen worden. Unter ihnen waren zwölf Frauen, darunter auch eine Ehefrau Amadous. Der Politiker galt bisher als möglicher Herausforderer des nigrischen Präsidenten Mahamadou Issoufou bei der nächsten Wahl im Jahr 2016. Er hält das juristische Vorgehen gegen ihn für politisch motiviert. (APA, 29.9.2014)

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