Liebeswirren 

29. September 2014, 17:58
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Das Vorarlberger Landestheater eröffnet seine neue Spielzeit mit Shakespeares "Ein Sommernachtstraum"

Mit Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" in der Regie von Alexander Kubelka eröffnet das Vorarlberger Landestheater die neue Spielzeit: Hermia (Alexandra Maria Nutz) flieht darin mit ihrem Geliebten Lysander (Nico Ehrenteit) in einen Wald in der Nähe von Athen. Demetrius (Sébastien Jacobi), ebenso in Hermia vernarrt, geht ihnen nach und wird von Helena (Steffi Staltmeier) verfolgt. Der Liebeswirren nicht genug, finden sie sich im Zauberwald des Elfenpaares Titania (Laura Mitzkus) und Oberon (Martin Brachvogel) wieder, das sich einen erbitterten Kleinkrieg liefert.

Wie bei seinem Rigoletto zeichnet Regisseur Kubelka auch fürs Bühnenbild verantwortlich und setzt erneut auf die geometrische Form des Kubus und farbliche Reduktion. Bühne und Kostüme (Andrea Hölzl) sind in Schwarz, Weiß und kühlem Türkis gehalten. Beeindruckend: der "Wolkenbaum", der sich auf- und abheben lässt und den darauf herumkletternden Darstellern einiges abverlangt. Doch obwohl Szenen wie Kämpfe in einem Wasserbecken für viel Tempo und auch Erotik sorgen, verliert sich die dreistündige Aufführung zeitweise in Monotonie. Das Bühnenbild lässt in seiner Unterkühltheit kaum Raum für Phantasie, der Applaus fiel trotz der beeindruckenden Gesamtleistung des Ensembles etwas verhalten aus. (niwe, DER STANDARD, 30.9.2014)

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