Russische Kosmonautin weist sexistische Pressefragen zurück

29. September 2014, 13:35
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Jelena Serowa ist die erste Russin auf der ISS - Journalisten interessierten sich im Vorfeld ihrer Mission vor allem für ihr Aussehen und Styling

Moskau - Am vergangenen Freitag erreichte zum ersten Mal eine russische Kosmonautin die International Space Station (ISS): die 38-jährige Jelena Olegowna Serowa. Sie soll mit ihrem Kosmonautenkollegen Alexander Samokutajew sowie dem US-Astronauten Barry Wilmore insgesamt 168 Tage im All verbringen und an zahlreichen Experimenten mitwirken.

Serowa ist die 32. Frau, die ihre Arbeit auf der ISS aufnimmt. Zwar reiste 1963 als erste Frau überhaupt mit Valentina Tereschkowa eine Russin ins Weltall, in den folgenden Jahrzehnten war der Frauenanteil bei US-amerikanischen Weltraummissionen jedoch deutlich höher als bei russischen. Nun war überhaupt 17 Jahre lang keine Russin mehr im All gewesen, bis jetzt endlich eine Kosmonautin die ISS betrat.

Die in Wosdwischenka in der russischen Region Primorje geborene Serowa hat ein Ingenieurstudium sowie ein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Moskau abgeschlossen. Sie arbeitete unter anderem als Technikerin beim Raumfahrtkonzern Energija und absolvierte umfangreiche Komsonauten-Trainingsprogramme.

Und wofür interessierten sich Journalisten auf einer Pressekonferenz vor dem Abflug zur ISS? Sie fragten die Forscherin, Technikerin und Kosmonautin, ob sie Make-up ins Weltall mitnehmen werde und wie sie ihre Haare auf der ISS in Form bringen wolle. Hier sehen Sie, wie Serowa auf die sexistischen Fragen reagiert:

lukman hakim

(red, derStandard.at, 29.9.2014)

  • Jelena Olegowna Serowa reiste als vierte Russin ins All und als betrat als erste Kosmonautin die ISS.
    foto: ap/yuri kochetkov

    Jelena Olegowna Serowa reiste als vierte Russin ins All und als betrat als erste Kosmonautin die ISS.

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