Starke Vorsaison rettet Sommerbilanz

29. September 2014, 11:24
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Einen deutlichen Zuwachs bei den Übernachtungen gab es bei Amerikanern, Deutsche und Niederländer kamen etwas seltener

Wien - Obwohl das Sommerwetter heuer sehr zu wünschen übrig ließ, hat die Tourismusbranche bisher sogar etwas bessere Ergebnisse als im Vorjahr verbucht. Trotz des verregneten Julis haben die heimischen Beherbergungsbetriebe zwischen Mai und August ein leichtes Nächtigungsplus von 0,8 Prozent auf 50,02 Millionen erzielt - das höchste Niveau seit 1995, geht aus ersten Daten der Statistik Austria hervor.

Die Zahl der Gästeankünfte stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres sogar um 2,9 Prozent auf 14,77 Millionen. In den Hotels und Pensionen checkten fast doppelt so viele ausländische Touristen ein (9,76 Millionen) wie inländische (5,0 Millionen).

Einen deutlichen Zuwachs bei den Übernachtungen gab es bei Amerikanern (plus 10,8 Prozent), Polen (plus 8,7 Prozent), Ungarn (plus 7,0 Prozent) und Tschechen (plus 5,9 Prozent). Gleichzeitig gingen die Nächtigungen durch Russen um 8,2 Prozent zurück. Die Übernachtungen durch die Urlauber aus den beiden wichtigsten Herkunftsländern Deutschland und Niederlande ging hingegen um 0,3 Prozent auf 18,34 Millionen bzw. 0,2 Prozent auf 3,17 Millionen etwas zurück.

Insgesamt nahmen die Übernachtungen ausländischer Urlauber im Berichtszeitraum um 1 Prozent auf 34,97 Millionen zu. Die Aufenthalte der Inländer entwickelten sich mit einem geringfügigen Plus von 0,3 Prozent stabil.

Starke Vorsaison

Das positive Nächtigungsergebnis im Viermonatszeitraum verdanken die Zimmervermieter der extrem starken Vorsaison und dem sehr guten August. Zwischen Mai und Juni legten die Übernachtungen im Jahresabstand um 5 Prozent zu; und auch der wichtige Sommermonat August zeigte gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 1,6 Prozent auf 18,46 Millionen Nächtigungen - das war der beste Wert seit 1994. In dem Monat ließen zwar die inländischen Urlauber aus (minus 4,3 Prozent), doch sorgten die ausländischen Gäste für einen Zuwachs von 3,7 Prozent auf 13,80 Millionen Nächtigungen. Mehr als die Hälfte davon (7,73 Millionen) entfiel auf deutsche Urlauber.

Trotz der erfreulichen Nächtigungsbilanz im August waren die beiden Hauptsommermonate Juli und August gegenüber dem Vorjahr immer noch um 1,2 Prozent im Minus. Der komplett verregnete Juli schlug sich negativ nieder und konnte nicht ausgeglichen werden.

Im bisherigen Kalenderjahr (Jänner bis August) schnitten die heimischen Beherbergungsbetriebe mit ihren 99,55 Millionen Nächtigungen um 1,3 Prozent schlechter ab als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dabei stieg die Zahl der ankommenden Gäste sogar um 1,6 Prozent auf 26,88 Millionen. Dieser neue Höchstwert wird allerdings durch deutlich verkürzte Aufenthalte neutralisiert. (APA, 29.9.2014)

  • Das Sommerwetter ließ heuer sehr zu wünschen übrig.
    foto: ap/zuccie

    Das Sommerwetter ließ heuer sehr zu wünschen übrig.

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    grafik: apa
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