Fahrradhersteller Mifa stellt Insolvenzantrag

29. September 2014, 13:59
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Mifa kämpft seit längerem wegen der asiatischen Billigkonkurrenz ums Überleben

Frankfurt - Der ostdeutsche Fahrradhersteller Mifa ist zum Fall für den Insolvenzrichter geworden. Mifa habe Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverantwortung beim Amtsgericht Halle gestellt, teilte das Unternehmen am Montag mit. Mifa wolle weiter an seiner Restrukturierung arbeiten, das operative Geschäft laufe weiter. Mifa drohte schon seit längerem die Pleite, die Rettung sollte ein Schuldenschnitt und eine Übernahme durch den indischen Investor Hero bringen. Dies gelang nun erst einmal nicht.

Die Lage beim finanziell angeschlagenen Fahrradhersteller spitzt sich schon länger zu. Laut Mifa ist ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals aufgelaufen. Das Eigenkapital im Halbjahresabschluss zum 30. Juni werde nach derzeitiger Einschätzung negativ sein, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Mifa kämpft seit längerem wegen der asiatischen Billigkonkurrenz ums Überleben. Erst im August hatte der absatzstärkste deutsche Fahrradhersteller bekanntgegeben, das Hero Cycles mit mindestens 15 Mio. Euro bei dem Unternehmen einsteigt. Zugleich sollte Mifa, die vor allem große Handelsketten wie Aldi mit günstigen Rädern beliefert, entschuldet werden. Im Zuge eines Kapitalschnitts sollten die bisherigen Anteilseigner weichen, darunter der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer, der bisher 28 Prozent hält. (APA, 29.9.2014)

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