Missbrauchsopfer wollen Verbot des ARD-Films zur Odenwaldschule

28. September 2014, 16:43
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Wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte - "Die Auserwählten" mit Ulrich Tukur soll am Mittwoch ausgestrahlt werden

Wien - Der Film "Die Auserwählten" mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle wirbelt schon vor der Ausstrahlung mächtig Staub auf. Der "Spiegel" berichtet, dass Andreas Huckele, Missbrauchsopfer und ehemaliger Schüler der Odenwaldschule, rechtliche Schritte gegen den WDR eingeleitet hat. Notfalls erwägt er sogar ein gerichtliches Verbot des Films, der von der ARD produziert und am Mittwoch ausgestrahlt werden soll.

Huckele wurde vom ehemaligen Schulleiter Gerold Becker sexuell missbraucht. In der Verfilmung erkennt er sich wieder. So kommen laut "Spiegel" zahlreiche Missbrauchsszenen vor, die Huckele selbst erlebt und in einem Buch beschrieben hat.

Huckeles Anwalt sieht die Persönlichkeitsrechte seines Mandanten "aufs Schwerste" verletzt und fordert den WDR zum Handeln auf. Der Sender hat eine juristische Prüfung der Causa angekündigt. Neben Huckele hat noch ein weiterer ehemaliger Schüler rechtliche Schritte eingeleitet. Auch er sieht bei einer Figur des Films Parallelen zu seiner Person. (red, derStandard.at, 28.9.2014)

  • Wirbel um den Film "Die Auserwählten" mit Ulrich Tukur.
    foto: wdr/denkewitz

    Wirbel um den Film "Die Auserwählten" mit Ulrich Tukur.

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