Ofen aus

Einserkastl28. September 2014, 17:10
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Umorientierung bei Gas könnte Wende zu nachhaltigerer Energie bringen

Nach den von EU-Kommissar Oettinger moderierten Gasverhandlungen zwischen Moskau und Kiew gibt es Hoffnung, dass die Lieferungen an die Ukraine für diesen Winter gesichert sind. Dennoch täte Europa gut daran, seine Abhängigkeit von russischem Gas in den Griff zu kriegen. Erst vergangene Woche schlugen die baltischen EU-Staaten, aber auch Schweden und Finnland Alarm, weil die Luftraum-Provokationen durch die russische Luftwaffe massiv zugenommen hätten.

Die Krise ist auch eine Chance, weil die Umorientierung bei Gas eine Wende zu nachhaltigerer Energie bringen könnte. Wir verbrauchen immer mehr Strom, die CO2-Emissionen sind höher als je zuvor - wenn Wachstum der Ausweg aus der Wirtschaftskrise sein soll, dann geht es ans Eingemachte. Das heißt aber auch, die Alternativen ohne ideologische Scheuklappen zu prüfen und sich auf persönliche Auswirkungen einzustellen - von höheren Preisen ganz abgesehen. Da gehören "atmosphärische" Faktoren wie Windparks und Solarfelder vor dem Fenster dazu. Aber auch Fracking, von dem Europa meint, einstweilen noch ohne auszukommen.

Die Uni Manchester hat die Auswirkungen dieser drei Energieformen auf die Umwelt jetzt verglichen - mit verblüffenden Resultaten. So zitiert die Times aus der Studie, dass Schiefergas trotz seiner Klimaschädlichkeit unter manchen Voraussetzungen verträglicher sein könnte als Wind- oder Solarenergie. (Severin Corti, DER STANDARD, 29.9.2014)

  • Höher als je zuvor steigen Energieverbrauch und  CO2-Emmissionen himmelwärts.
    foto: ap/ferdinand ostrop

    Höher als je zuvor steigen Energieverbrauch und CO2-Emmissionen himmelwärts.

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